| Dokumentinformationen | ||
| Autor(en): | Walter Kilian, Ferdinand Müller, Franz Starlinger | |
| Originalartikel: | Kilian, W.; Müller, F.; Starlinger, F. (1994): Die forstlichen Wuchsgebiete Österreichs. Eine Naturraumgliederung nach waldökologischen Gesichtspunkten. FBVA-Berichte 82/1994, 60 Seiten | |
| Online-Version: | Stand: 15.12.2009 | |
| Redaktion: | BFW, A | |
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Die forstlichen Wuchsgebiete Österreichs
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Abb. 1: Wälder sind nicht überall gleich |
Die Kenntnis der Standorte und Waldgesellschaften sowie ihre räumliche Verteilung ist eine Grundvoraussetzung für jede ökologisch orientierte Waldbewirtschaftung. In Österreich liegen nur für wenige ausgewählte Mustergebiete (detaillierte forstliche) Standortskarten vor. Eine Orientierung an Wuchsgebieten kann jedoch die Klassifizierung der Standorte vereinfachen.
Die hier vorgestellte Wuchsgebietsgliederung sollte die drei bisher
bestehenden Gliederungen für Österreich ersetzen. Sie ist nunmehr allgemein
gebräuchlich und auch in gesetzliche Regelungen betreffend den Verkehr mit
forstlichem Vermehrungsgut eingeflossen.
Wuchsgebiete und Höhenstufen
Wuchsgebiete sind
nach forstökologischen Gesichtspunkten gefasste Großlandschaften (Naturräume)
mit weitgehend einheitlichem Klimacharakter und einheitlichen geomorphologischen
Grundeinheiten (siehe Abb. 2). Sie
sind durch eine gesetzmäßige Folge von Standorten und einem entsprechenden
Waldgesellschaftskomplex gekennzeichnet. Das Wuchsgebiet kann sich mit dem
Verbreitungsgebiet einer (natürlichen) Waldgesellschaft decken.
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Abb. 2: Lage und Bezeichnung der forstlichen Wuchsgebiete Österreichs |
Die meisten Wuchsgebiete umfassen eine Zonierung in mehrere Höhenstufen. Diese stellen in vertikaler Richtung aufeinanderfolgende Klima- und Vegetationsgürtel dar, welche die regionale Eigenart der Wuchsgebiete überlagern. Die einzelnen Höhenstufen sind primär nach klimatisch-pflanzensoziologischen Gesichtspunkten und nicht nach bestimmten Seehöhenwerten definiert. In Abb. 3 ist schematisch die Höhenstufengliederung für das Hauptwuchsgebiet Nördliche Randalpen dargestellt.
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| Abb. 3: Höhenstufengliederung der Nördlichen Randalpen |
Innerhalb der einzelnen Wuchsgebiete können die wichtigsten natürlichen Waldgesellschaften für die jeweiligen Höhenstufen und Standorte angegeben werden. Dies ist unter anderem im Hinblick auf die Baumartenwahl von Bedeutung.
Damit besteht auch die Möglichkeit, Vermehrungsgut innerhalb der gleichen
natürlichen Waldgesellschaft zu übertragen. Auch bei Transfer von Herkünften
aus einem benachbarten Wuchsgebiet erleichtert der Vergleich der natürlichen
Waldgesellschaften und der Höhenstufe des Herkunfts- und Verwendungsortes die Abschätzung
der Eignung des Pflanzgutes.
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Kontakt
- Franz Starlinger
- Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft
- Institut für Waldökologie und Boden
- Seckendorff-Gudent-Weg 8
- A-1131 Wien
- Tel.:++43-1-87838-0
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