| Dokumentinformationen | ||
| Autor(en): | Michael Englisch | |
| Originalartikel: | Englisch, M. (2003): Waldböden in der hochmontanen und subalpinen Stufe und deren Besonderheiten. In: Bodenseminar 2003 "Alm- und Waldböden", 16. - 17. September 2003 an der BAL Gumpenstein. Bundesanstalt für Alpenländische Landwirtschaft Gumpenstein: 12 Seiten | |
| Online-Version: | Stand: 01.08.2004 | |
| Redaktion: | BFW, A | |
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Waldböden in Hochlagen - eine benachteiligte Spezies
Böden unter Wald unterscheiden sich grundsätzlich von solchen unter landwirtschaftlicher Nutzung: Für die Landwirtschaft wurden die siedlungsnahen, flacheren, tiefgründigeren, allgemein günstigeren Böden herangezogen (Abb. 1 und 2). Wald verblieb eher auf den Ungunst-Lagen und war, besonders im Alpenraum, aufgrund der Knappheit von Flächen einer Reihe von außerforstlichen Nutzungen wie etwa Schneitelung (Gewinnung von grünen Ästen als Viehfutter) und Streunutzung unterworfen.
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| Abb. 1 und 2: Landwirtschaftlich genutzte Fläche nehmen im Vergleich zum Wald meist die günstigeren Lagen ein |
Da im Wald, anders als in der Landwirtschaft, eine Düngung nicht üblich ist, ergaben sich als Folge auf den ohnehin schon benachteiligten Waldstandorten Nährstoffverluste, die bis in die heutige Zeit nachwirken (Tab.1).
| Tab. 1: Geschätzte Nährstoffverluste durch Streunutzung [kg/m²] Annahme: Umtriebszeit = 120 Jahre, Beginn des Streurechens im Bestandesalter 50 Jahre |
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Ein weiterer markanter Unterschied, vor allem im Vergleich mit Ackerböden, ist die hohe (klein)räumige Variabilität der Waldböden, die nur in Ausnahmefällen einer maschinellen Bearbeitung und damit Durchmischung unterzogen werden.
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Abb. 3: In
Rohhumusauflagen können beachtliche Mengen an Nährstoffen fixiert sein |
Waldböden der hochmontanen und subalpinen Stufe
Mit steigender Seehöhe nimmt die Temperatur und damit die Länge der Vegetationszeit ab. Auch die Zersetzerkette im Boden ist nur innerhalb einer kürzeren Zeit im Jahr aktiv. Zudem ist im Allgemeinen die Streuqualität der vorzugsweise in höheren Lagen beheimateten Nadelbäume geringer. Daher bilden sich vielfach mächtige Auflagehumushorizonte, die einen großen Teil der im System befindlichen Nährstoffe beinhalten können (siehe Abb. 3).
In den Hochlagen dominieren damit Humusformen mit verzögerter Umsetzung (Moder und Rohhumus) gegenüber solchen mit rascher Mineralisierung (mullartige Humusformen).
Böden der hochmontanen und tiefsubalpinen Höhenstufe (je nach Wuchsgebiet von 1100/1400m bis 1700/2000m)
Aufgrund der Höhenlage sind einige Bodentypen wie
Tschernoseme hier nicht vertreten. Wichtige in diesen Höhenstufen auftretende
Bodentypen sind in Tab. 2 angeführt.
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Tab. 2:
Häufige Bodentypen in der hochmontanen und subalpinen Stufe |
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| A: oberster, humoser Mineralbodenhorizont, C: Ausgangs-, unterlagerndes Material |
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- Michael Englisch
Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft
Institut für Waldökologie und Boden
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1131 Wien, Österreich
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