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Dokumentinformationen
Autor(en): Studierende (BFH-AHB Biel)
Originalartikel: Studierende des 2. Semesters 2007 der Abteilung Holz der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau (2007): Baumportraits. Biel: Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau.
Online-Version: Stand: 22.11.2007
Redaktion: WSL, CH
Verfügbare Sprachen: Druckansicht  deutsch

Baumportraits: Von A wie Arve bis Z wie Zeder

Espe oder Aspe
Das Wort Pappel stammt aus dem Lateinischen "populus" und bedeutet Volk. Der Sage nach sollen die Römer der Pappel (Zitterpappel) den Namen Populus gegeben haben, weil deren Blätter wie das gemeine Volk sich im Zustand fortwährender Erregung befände.
 
Kirschbaum
In Sagen und Geschichten wird der Kirschbaum oft als unheimlich beschrieben. Er soll Wohnstätte von Wald- und Baumgeistern sein und auch die Seelen Verstorbener seien oft in seiner Nähe.
 
Ulmenholz
Am Stamm von Ulmen bilden sich oft Maserkröpfe (krebsartige Wachstumsfehler). Dieses Ulmenholz ist in der Furnierindustrie sehr begehrt, weil der Wachstumsfehler ein ästhetisches Furnierbild abgibt.

Angehende Holzingenieurinnen und Holzingenieure der Fachhochschule Biel haben 21 Baumportraits verfasst und in einem Buch veröffentlicht. Die Texte richten sich an interessierte Laien, aber auch an ein Fachpublikum.

Heute vielleicht noch mehr als in Urzeiten versetzen uns die Bäume ins Staunen! Einerseits wachsen sie auf allen Kontinenten, von der polaren Vegetationsgrenze bis zu den Feuchttropen und an den Rand der Steppen und Wüsten. Andererseits stehen die Bäume als Bindeglied zwischen Himmel und Erde, indem sie fast ihre ganze Substanz aus Licht, Wasser und atmosphärischem Kohlenstoff durch die Photosynthese "zusammendichten" und in komplexen, rhythmischen Prozessen bis zur festen Materie zusammenfügen und zur einer Gestalt bringen, die bis mehrere tausend Jahre am Leben bleiben kann – Wind, Dürre und Schwerkraft trotzend.

Diese Gestalt besitzt oft nicht bloss zeitlich "übermenschliche" Dimensionen, sondern auch räumlich, weil die Bäume in der Lage sind, in eindrückliche Höhen-Massstäbe emporzuwachsen und uns Menschen dann als Giganten vorkommen. Nicht nur als überragende Gestalten begleiten uns die Bäume seit unseren ersten Schritten auf Erden, sondern mit ihrem Holz auch in Form von vielfältigen Bau- und Werkstoffen sowie als Energie- und Lichtträger – Begriffe, die nicht nur materiell verstanden werden sollten. Bäume nehmen nämlich in praktisch allen Mythologien, Religionen und volkstümlichen Traditionen bis in die Heilkunde einen zentralen Platz ein.

Im Rahmen eines interdisziplinären Projekts an der Fachhochschule Biel sind 21 Baumportraits entstanden: Angehende Holzingenieurinnen und Holzingenieure verfassten sie während ihrer Ausbildung. Die Texte richten sich an interessierte Laien, aber auch an ein Fachpublikum.

Informationen zur Engadiner Nusstorte oder zur Pecherei

Die Baumartenportraits sind immer gleich aufgebaut: Sie enthalten Angaben zu Verbreitung und Vorkommen der Baumarten, beschreiben Morphologie, Anatomie und die Holzeigenschaften und beleuchten die Verwendung und Bedeutung der verschiedenen Gehölze. Quellenangaben schliessen die interessanten, gut zu lesenden Portraits ab. Der Leser erfährt zum Beispiel, dass:

Liste der portraitierten Baumarten

  • Die Arve – Königin der Berge
  • Die Birke – vom forstlichen Unkraut zur Edelholzimitation
  • Der Birnbaum – die blühende Pracht
  • Die Douglasie – Nutzholz mit Zukunft
  • Die edle Kastanie
  • Die Eibe – giftig und Leben rettend
  • Die Erle – damit der Bach nicht bachab geht
  • Die Esche – geeignet für Arbeit und Sport
  • Ginkgo biloba – weder noch
  • Der Kirschbaum – ein edler "sagen"hafter Baum
  • Die Lärche – der besondere Nadelbaum
  • Walnussbaum – jetzt aber Schluss mit dem Rätsel um die Nuss
  • Die Pappel und ihre Verwandten.
  • Die Platane – der göttliche Schattenspender
  • Die Sequoie / Redwood – der grösste Baum der Welt
  • Die Rotbuche – Mutter des Waldes
  • Die Stieleiche – über Jahrhunderte weg begehrt
  • Teak – Raubbau an der Natur?
  • Die Ulmen – eine mythische Baumart in Gefahr
  • Die Waldföhre – vom Feuer durchdrungen
  • Die Libanon-Zeder – von Sagen umwoben
 

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