| Dokumentinformationen | ||
| Autor(en): | Herbert Borchert, Michael Mößnang | |
| Originalartikel: | Redaktion LWF (2007): LWF-Merkblatt Nr. 23 – Wiederbewaldung von Sturmflächen. http://www.waldwissen.net/. | |
| Online-Version: | Stand: 17.07.2007 | |
| Redaktion: | LWF, D | |
| Verfügbare Sprachen: |
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LWF-Merkblatt Nr. 23 – Wiederbewaldung von Sturmflächen
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| Abb. 1: Mit einem kostenintensiven Zaun wird die Verjüngung vor Wildverbiss geschützt. Günstiger wäre eine konsequente Bejagung. (Foto: LWF) |
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft hat im Mai 2007 das Merkblatt Nr. 23 "Wiederbewaldung von Sturmflächen" herausgebracht. Es beschreibt die wichtigsten Arbeiten bei der Aufarbeitung und Wiederbewaldung von Sturmflächen.
Die Beseitigung der Schäden läuft nach einem Sturmwurf meist auf vollen Touren. Dabei werden auch bereits die Weichen für den neuen Wald gestellt. Denn Aufarbeitung und Wiederbewaldung von Sturmflächen hängen eng miteinander zusammen.
Aufarbeitung und Wiederbewaldung hängen zusammen
Sturmholz liegen lassen oder aufarbeiten, Bestandesreste räumen oder stehen lassen, neue Bäume pflanzen oder auf natürlich ankommende Baumarten setzten - bei der Beantwortung dieser Fragen muss der Waldbesitzer zahlreiche Faktoren berücksichtigen. Borkenkäfergefahr, Bodenschutz, Kostenersparnis und Qualität der Folgebestockung hängen von seiner Entscheidung ab. Das Merkblatt unterstützt den Waldbesitzer mit verständlichen Entscheidungshilfen dabei, das Richtige zu tun.
Sauber machen ist teuer und nicht immer notwendig
So sind akribisch gesäuberte und vollständig bepflanzte Flächen nicht immer notwendig und sinnvoll. Gerade bei der Entscheidung über Pflanzung oder Naturverjüngung wirkt sich genaues Hinschauen und auch einmal warten können positiv auf den Geldbeutel des Waldbesitzers und die Qualität des neuen Waldes aus. Denn oft sind auf den Schadflächen bereits geeignete junge Bäume vorhanden oder sie können von benachbarten Altbäumen die Fläche besiedeln. Entsteht auf diese Weise ein standortgerechter Mischwald, ist dies die bestmögliche Absicherung gegen Sturm und andere Folgen des Klimawandels.
Unterstützung
Derzeit bekommen die bayerischen Waldbesitzer weitere Unterstützung vom Freistaat, denn Waldumbau ist momentan der Schwerpunkt der neuen Forstförderung. 13 Millionen Euro sollen heuer (2007) in den Aufbau zukunftsfähiger Wälder fließen, weitere 10,2 Millionen Euro im nächsten Jahr. Das ist eine Steigerung um 100 bzw. 57 Prozent gegenüber 2005. Ziel ist, den Anbau wärme- und trockenheitstoleranter Baumarten wie Buche, Eiche, Tanne oder Ahornarten voran zu bringen. Dabei erhalten Waldbesitzer für den Aufbau von Laub- und Mischwäldern sowie den Voranbau geeigneter Baumarten in Waldbeständen, die an Schadflächen angrenzen, Zuschüsse von bis zu 5 200 Euro pro Hektar.
Ergänzung
Das Merkblatt Nr. 23 kann kostenlos heruntergeladen werden:
Merkblatt Nr. 23 "Wiederbewaldung von Sturmflächen" (Pdf-Datei, 0,8 MB)
Es sind auch weitere Merkblätter aus dieser Reihe erhältlich.
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