| Dokumentinformationen | ||
| Autor(en): | Doris Laudert | |
| Originalartikel: | Laudert, Doris (2000): Mythos Baum. Geschichte, Brauchtum, 40 Baumporträts. 5., überarb. Aufl.. 2003. 256 S. m. zahlr. z. Tl. farb. Abb. 24,5 cm. Gebunden. 995gr. ISBN: 3-405-16640-3 | |
| Online-Version: | Stand: 16.01.2007 | |
| Redaktion: | WSL, CH | |
| Verfügbare Sprachen: |
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Mythos Baum - Was Bäume uns Menschen bedeuten
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| Buchdeckel der dritten Auflage |
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| Eiche im Reinhardswald, einem der letzten deutschen Urwald-Refugien |
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| Die berühmte, jetzt aber sturmgeschädigte Bavariabuche |
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| Weissdorn-Baum |
| Fotos: Alle Abbildungen stammen aus dem Buch. |
Der Wald ist mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Bäume sind mehr als Holz und Blätter. Wer das Buch "Myhtos Baum – Was Bäume uns Menschen bedeutet" liest, wird die Bäume beim nächsten Waldspaziergang wohl mit anderen Augen betrachten und sich an manche Anekdote aus diesem Buch erinnern.
Kulturgeschichte des Waldes
Im ersten Kapitel behandelt die Autorin die Kulturgeschichte des Waldes:
- Wann kehrten die Bäume nach der letzten Eiszeit nach Mitteleuropa zurück?
- Wie ist die heutige Waldflächenverteilung entstanden?
- Was war die Bedeutung der Waldweide oder der Laubstreunutzung?
- Welches war das "hölzerne Zeitalter"?
- Wo lag das "Ruhrgebiet des Mittelalters"?
Der Baum im Mythos
Dieses Kapitel behandelt das Verhältnis des Menschen zu den Bäumen. Verschiedene Völker führen in ihren Mythen den Ursprung des Menschen auf Wald um Baum zurück. In der nordischen Mythologie waren es beispielsweise "Ask" und "Embla", Esche und Ulme, aus denen die Götter Mann und Frau schufen. Wälder sind auch Heimat von zahlreichen guten und bösen Naturgeistern: Kobolde, Zwerge, Trolle, Elfen, Nymphen und natürlich Feen. Hänsel und Gretel verlaufen sich im Wald, und auch Rotkäppchens Weg führt durch denselbigen.
Noch heute prägen Bäume Bereiche oder Rituale unseres Lebens: Zu Weihnachten stellen wir Tannenbäume in die Stuben. Bei der Geburt eines Kindes ist es in verschiedenen Regionen üblich, Nadelbäume als Zeichen der Niederkunft aufzustellen oder einen Obstbaum für ein Kind zu pflanzen. Im Mai tanzt man mancherorts um einen Maibaum, die Ahnenforscher und Darwinisten verwenden Stamm-Bäume. In Deutschschweizer Stuben und Restaurants jassen Spielbegeisterte mit Karten, auf denen unter anderem Eicheln abgebildet sind.
Aus diesem Kapitel:
- "Planst Du für ein Jahr, so säe Korn.
Planst Du für ein Jahrtausend, so pflanze Bäume."
- Kuan Chung (chinesischer Minister)
29 Baumportraits
Der dritte und mit Abstand umfangreichste Teil des Buches besteht aus 29 Baumportraits. Hier erfährt der Leser zum Beispiel, was es mit den Buchstaben auf sich hat, woher die berühmte "Welten-Esche" Yggdrasil stammt, welches der düstere Todesbaum oder der kleinste Baum der Welt ist. "Myhtos Baum" portraitiert folgende Baumarten:
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Am Anfang jedes Baum-Portraits steht ein Zitat. Beim Hasel ist es zum Beispiel eines für unglücklich Verliebte:
- "Zwei Haseln warf ich in die Flammen,
und jeder gab ich eines Liebchens Namen:
mit lautem Knall zersprang die erste schnell,
im Feuer leuchtete die zweite still und hell.
Ach, wenn doch deine Liebe so erblühte,
wie deine Nuss im Feuer glühte."
- Thomas Gray (1716 – 1771)
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