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Dokumentinformationen
Autor(en): Reinhard Fromm
Originalartikel: www.waldwissen.net
Online-Version: Stand: 21.01.2005
Redaktion: BFW, A
Verfügbare Sprachen: Druckansicht  deutsch

Der Gleitschneeschutz "Snowgripper"

Versuchsfläche SNOWGRIPPER auf der Schmittenhöhe
Versuchsfläche Snowgripper
auf der Schmittenhöhe
(Zell am See, Land Salzburg)

Das Versuchsfeld auf der Schmittenhöhe bei Zell am See wurde aufgrund seiner besonderen Neigung zu Gleitschneelawinen für eine Verbauungsmaßnahme mit dem Snowgripper ausgewählt. Der Forsttechnische Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung (FTD f. WLV) hat diese über einen längeren Zeitraum beobachtet. Auf einem 2 ha großen Versuchsfeld sind 800 Snowgripper aufgestellt worden. In diesem Projekt wurde eine automatische Messvorrichtung entwickelt und installiert. Der FTD f. WLV und die Schmittenhöhebahn AG unterstützten bei den Montagearbeiten.

Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich sowohl über das verbaute als auch über das daneben liegende, unverbaute Gebiet. Anhand der Messungen lassen sich direkte Vergleiche und Schlussfolgerungen über die Wirksamkeit der Snowgripper ziehen. Zur Bestimmung der Kräfte an den Auflagepunkten sind drei Snowgripper mit Kraftsensoren bestückt worden. Ergänzend dazu wird das Schneegleiten in den Bereichen "Freifläche", "Randbereich" und "Gripperfeld" gemessen. Schnee- und Bodentemperaturen, Bodenfeuchte und meteorologische Parameter wurden ebenfalls automatisch aufgezeichnet.

Als zusätzliches Verifikationshilfsmittel kam eine Webcam in einem Wetterschutzgehäuse zum Einsatz. Alle Daten standen durch eine Fernabfrage jederzeit zur Verfügung. Am Institut für Naturgefahren wurden in den Wintermonaten die aktuellen Daten täglich diskutiert und interpretiert. Dabei kam es zu einem intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Projektpartnern.

Der Einfluss der Snowgripper auf die Schneedecke kann auf drei Prozesse zurückgeführt werden

Die Messung des Schneegleitens (Gripperfeld, Randbereich und Freifläche) ermöglichte die Parametrisierung der Berechnungsmethoden für Schneegleiten. Der Einfluss der Snowgripper auf das Schneegleiten kann mit einem Reibungskoeffizienten µ = 0,4 beschrieben werden.

Im Winter 2003/04 fanden Kraftmessungen an einem alleinstehenden Snowgripper in einer glatten Freifläche statt. Dieses Experiment stellte für das Bauwerk einen Extremfall dar, bei dem der Boden die Kräfte nicht aufnehmen konnte. Verschiedene Ansätze zur Berechnung der Schneedrücke sind mit den gemessenen Kräften an den Snowgrippern im Vergleich dargestellt und die Abschätzung der Randkräfte wird diskutiert.

Versuchsfläche SNOWGRIPPER auf der Schmittenhöhe

Versuchsfeld Schmittenhöhe im Winter 2003/04 (Quelle: BFW): Um die Wirksamkeit der Snowgripper zu überprüfen, wurde ein Teil einer gefährdeten Fläche mit Snowgrippern verbaut, ein weiterer Teil blieb als Vergleichsfläche unverbaut. In der unverbauten Fläche gingen Gleitschneelawinen ab.

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