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Dokumentinformationen
Autor(en): Urs-Beat Brändli et al.
Originalartikel: Brändli, U.-B.; Heller-Kellenberger, I.; Speich, S. (2004): Schweizerisches Landesforstinventar LFI im Internet. http://www.lfi.ch.
Online-Version: verändert, Stand: 21.12.2004
Redaktion: WSL, CH
Verfügbare Sprachen: Druckansicht  deutsch

Das Schweizerische Landesforstinventar LFI

Weshalb ein Landesforstinventar?

Buchenwald
Das LFI liefert Antworten auf viele Fragen zum Schweizer Wald.
Foto: T. Reich (WSL)
 
Wald oder Nichtwald?
Wald oder Nichtwald? Diese Frage stellt sich am Anfang jeder Stichprobenfläche.
Grafik: LFI

Die Schweiz ist zu 30% bewaldet. Dieser Wald ist ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Er liefert Holz, bietet Schutz vor Naturgefahren und dient als Freizeitraum. Eine nachhaltige Nutzung und der Schutz des Waldes erfordern objektive Informationen für Politiker, Forscher, Ökologen, Forstpraktiker, die Holzwirtschaft sowie für nationale und internationale Organisationen. 1981 beschloss der Bundesrat deshalb die Durchführung eines ersten Landesforstinventars (LFI). Heute besteht eine gesetzliche Grundlage für das LFI in Artikel 33 des Bundesgesetzes über den Wald von 1993.

Die Abteilung Landschaftsinventuren an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) führt das Landesforstinventar durch. Zusammen mit anderen Erhebungen bildet das LFI ein nationales Wald-Informationssystem. Es gehört zum Programm «Waldbeobachtung Schweiz» zusammen mit der Langfristigen Waldökosystemforschung LWF, der Sanasilva-Inventur SSI und dem Phytosanitären Beobachtungs und Meldedienst PBMD. Das LFI soll periodisch den Zustand und die Veränderungen des Schweizer Waldes in all seinen Funktionen erfassen. Statistisch verlässliche Aussagen sollen für die Schweiz, grössere Kantone und Regionen möglich sein.

Was wird im LFI beobachtet?

Das LFI war ursprünglich stark auf Fragen ausgerichtet, die für die Holzproduktion von Bedeutung sind. Mit dem zweiten LFI wurden erstmals Veränderungen im Aufbau und Zustand des Waldes registriert. Zudem wurden vermehrt Informationen über die Erholungsfunktion und den Wald als naturnahen Lebensraum erhoben. Hinzu kam neu auch die Analyse von Lawinen- und Steinschlag- Schutzwäldern. Das langfristige Ziel des LFI ist es, detaillierte Kenntnisse über die Waldfunktionen und die Funktionstauglichkeit der Waldbestände zu erhalten.

Wie werden die Daten erhoben?

In der Schweiz stehen über 500 Millionen Bäume - zu viele, um sie alle zu untersuchen. Ausreichende Informationen erhält man mit einer Stichprobe. Dazu wurde beim ersten LFI ein Kilometernetz über die Schweiz gelegt. Die Knoten dieses Netzes bestimmen die Lage von rund 12'000 LFI1-Probeflächen im Wald. Beim zweiten LFI wurde nur die Hälfte dieser Flächen terrestrisch, also im Gelände, untersucht. Dafür wurden die Luftbilder im 500m-Netz interpretiert. Mit 700 zusätzlichen neuen terrestrischen Probeflächen wurde auch die Repräsentativität des LFI2-Netzes überprüft.

Wald oder Nichtwald? Diese Frage klären Spezialisten anhand von Luftbildern ab. Ob eine Fläche als Wald gilt, ist abhängig von der Breite und der Baumhöhe der Bestockung. Zudem müssen die Baumkronen mindestens 20% der Fläche bedecken (Deckungsgrad). Bei Aufforstungen, Verjüngungen und Gebüschwälder ist keine minimale Oberhöhe verlangt.

Wer verwendet die Daten?

Die wissenschaftlichen Ergebnisse des LFI und deren waldpolitische Interpretation werden laufend in Büchern und anderen Publikationen veröffentlicht. Die Öffentlichkeit wird in erster Linie über Medienbeiträge und Pressemitteilungen orientiert.

Das LFI soll möglichst breit und umfassend genutzt werden. Deshalb stellt das LFI-Team seinen reichen Datenschatz und seine langjährigen Erfahrungen auch Ihnen als Dienstleistung zur Verfügung. Bis heute haben das Fürstentum Liechtenstein und die Kantone ZH, AR, GR, BE nach der Methode LFI Regionalinventuren durchgeführt. Weitere Beispiele zur Verwendung der LFI-Daten in Stichworten:

Die wichtigsten Auftraggeber für Datenanalysen sind Forschung und Lehre (48%), kantonaler Forstdienst (28%), Bundesverwaltung (14%) sowie nationale Verbände (5%) und internationale Organisationen (5%).

Vom LFI1 zum LFI3

Seit gut 20 Jahren liefern die Schweizerischen Landesforstinventare Daten zum Schweizer Wald:
Datenaufnahme im Wald
Die Datenaufnahmen für das LFI3 dauern von 2004-2007.
Foto: Paul Rienth (LFI)

Genereller Zeitplan des LFI3:

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