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Dokumentinformationen
Autor(en): Redaktion waldwissen.net - FVA
Originalartikel: Unseld Rüdiger, Möndel Alexander, Textor Bernd (2008): Anlage und Bewirtschaftung von Kurzumtriebsflächen in Baden-Württemberg. Hrsg. MLR Stuttgart, Januar 2008.
Online-Version: Stand: 04.05.2009
Redaktion: FVA, D
Verfügbare Sprachen: Druckansicht  deutsch

Anlage und Bewirtschaftung von Kurzumtriebsflächen in Baden-Württemberg

Broschüre "Anlage und Bewirtschaftung von Kurzumtriebsflächen in Baden-Württemberg"

Hier können Sie die Broschüre als PDF-Datei herunterladen:

Anlage und Bewirtschaftung von Kurzumtriebsflächen in Baden-Württemberg

Der Anbau von schnell wachsenden und ausschlagfähigen Baumarten in kurzen Umtrieben zur Energie- oder Industrieholzproduktion stellt eine ressourcenschonende Form der Landnutzung dar. Nachdem die Hölzer einmal geerntet wurden, schlagen sie erneut aus und leisten so einen nennenswerten Beitrag zur nachhaltigen Energiebereitstellung.

Kurzumtriebsflächen

Landwirtschaftliche Flächen können ohne Aufforstungsgenehmigung mit schnellwüchsigen Forstgehölzen in kurzen Umtrieben bepflanzt werden, ohne dass aus diesen Flächen Wald im Sinne des BWaldG entsteht – sofern diese Flächen in Rahmen der Betriebsprämie beihilfefähig sind. In diesem Fall ist das Gesetz zur Gleichstellung stillgelegter und landwirtschaftlich genutzter Flächen (Gleichstellungsgesetz) weiterhin in Kraft. Die Umtriebszeit ist dabei von der Anlage bis zum Wiederausschlagen der Gehölze auf 20 Jahre begrenzt.

Als Baumarten eignen sich Pappeln, Weiden, Erlen und Robinien, aber auch Traubenkirschen, Bergahorn, Eschen u.v.m. Besonders wüchsige Baumarten wie Pappel- und Weidenklone leisten vor allem auf guten Standorten hohe Erträge, während auf Grenzertragsböden die robusten, traditionellen Niederwaldbaumarten wie Erle, Aspe oder Robinie von Vorteil sind.

Mit einer Kurzumtriebsbewirtschaftung können derzeit zwei Produktionslinien verfolgt werden: Zum einen als Nutzung als Energieholz in Form von Hackschnitzel und Pellets und zum anderen als Industrieholz, z. B. als Zellstoff und Spanplatten.

Die Broschüre

Die FVA Freiburg hat zusammen mit dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) im Auftrag des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum hierzu eine umfassende Broschüre erarbeitet. Die beiden Institutionen haben sich mit dieser Thematik seit Jahren in der Forschung und Praxis beschäftigt und nun ihre umfangreichen Erfahrungen in diese Broschüre einfließen lassen.

In der Broschüre werden die einzelnen Baumarten in Form von Steckbriefen bezüglich ihrer Leistung, Gefährdung, Kosten und spezifischen Pflegemaßnahmen vorgestellt. Danach wird detailliert auf die Flächenbegründung, Pflege und Erntetechnik und Planung von Kurzumtriebsflächen eingegangen. Darüber hinaus werden die rechtlichen Rahmenbedingungen erläutert und alle in Frage kommenden Standorte Baden-Württembergs in den Ausführungen berücksichtigt.

Die Broschüre ist somit ein umfassendes Werk, das den Produzenten von der Flächenauswahl über die Begründung bis hin zur Ernte mit Ratschlägen zur Seite steht.

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