| Dokumentinformationen | ||
| Autor(en): | Redaktion waldwissen.net | |
| Originalartikel: | Pressemitteilung Bundesamt für Umwelt BAFU (2006): Wo der Schweizer Wald vor Gefahren schützt (www.umwelt-schweiz.ch, 14.9.2006) | |
| Online-Version: | Stand: 20.09.2006 | |
| Redaktion: | WSL, CH | |
| Verfügbare Sprachen: |
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Wo der Schweizer Wald vor Gefahren schützt
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Foto: R. Lässig (WSL) |
Neue Modellrechnungen des Bundesamtes für Umwelt BAFU geben Hinweise, wo der Wald vor welcher Naturgefahr schützen kann. Die Angaben dienen als Grundlage für eine wirkungsorientierte Verteilung der finanziellen Mittel bei der Schutzwaldpflege und helfen den Kantonen bei der Ausscheidung von Schutzwäldern nach einheitlichen Kriterien.
Ein richtig gepflegter Wald bildet einen wirksamen Schutz gegen Naturgefahren. Die nötigen Pflegearbeiten werden vom Bund finanziell unterstützt. Damit die Mittel optimal und nach einheitlichen Kriterien eingesetzt werden können, hat das BAFU mit Hilfe von Computermodellen erstmals für die ganze Schweiz verschiedene Naturgefahrenprozesse wie Lawinen, Murgänge oder Steinschlag berechnet und analysiert. Damit kann bestimmt werden, wo welcher Wald eine Schutzwirkung für Bauten und Infrastrukturanlagen hat.
Den
grössten Anteil der so ermittelten Waldfläche haben die Kantone Wallis,
Bern, Tessin und Graubünden, also Kantone mit einem hohen Anteil an
Berggebieten. Aber auch in Basel oder Genf gibt es kleinere Flächen
(siehe Tabelle). Die Modellrechnung wurde vom BAFU auf Wunsch der Kantone durchgeführt und von diesen in einer Projektgruppe begleitet.
Grundlage für Mittelverteilung und Schutzwaldausscheidung
Die
nun vorliegenden Modellrechnungen bilden eine wesentliche Grundlage für
die zielgerichtete Zuteilung der Bundesmittel in den nächsten vier
Jahren. Für die Kantone liefern die gesamtschweizerischen
Modellrechnungen überdies wichtige Hinweise zur Ausscheidung von
Schutzwäldern nach einheitlichen Methoden. Zu diesem Zweck werden sie
die Berechnungen mit lokalen Daten und spezifischen Ortskenntnissen
ergänzen. Die Schutzwaldausscheidung nach gemeinsamen Kriterien soll
bis Ende 2010 abgeschlossen sein.
Modell erlaubt Beurteilung verschiedener Szenarien
Die Computermodelle des BAFU können dank dem modulartigen Aufbau neuen Erkenntnissen angepasst und zur periodischen Überprüfung der Gefahrensituation eingesetzt werden. Ausserdem erlauben sie, verschiedene Szenarien zu analysieren. So kann für die Ausscheidung von Schutzwald beurteilt werden, welchen Einfluss Nutzungsänderungen und andere Wechsel der Gefährdungssituation haben können.
- Donnerstag, 14. September 2006
Bundesamt für Umwelt BAFU
Mediendienst
- Auskünfte
- Arthur Sandri, Chef der Sektion Schutzwald und Naturgefahren,
Abt. Gefahrenprävention, BAFU, Tel. 031 325 51 70 - Marzio Giamboni, Sektion Schutzwald und Naturgefahren,
Abt. Gefahrenprävention, BAFU, Tel. 031 324 86 40
- Arthur Sandri, Chef der Sektion Schutzwald und Naturgefahren,
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