| Autor(en): | Franz Meier, Beat Forster, Roland Engesser |
| Redaktion: | WSL, Schweiz |
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Abb. 1 - Im blattlosen Zustand kann man die Eschenwelke an den verfärbten Rindennekrosen gut erkennen. Anklicken zum vergrössern. Foto: R. Engesser (WSL) |
Die vom Pilz Chalara fraxinea an jungen Eschen verursachte Welke wurde 2008 erstmals in der Nordwestschweiz nachgewiesen. Seither ist die Anzahl der gemeldeten Krankheitsfälle kontinuierlich angestiegen und das Befallsgebiet hat sich Richtung Osten und Südwesten ausgedehnt.
Auch die Intensität des Eschentriebsterbens (Eschenwelke) hat deutlich zugenommen. Waren 2008 in betroffenen Eschenjungwüchsen meist nur wenige Pflanzen befallen, so wurden 2009 bereits vereinzelt Befallsraten von mehr als 90% gemeldet. Laut ausländischen Untersuchungen befällt der Pilz auch die Zweige in den Kronen von alten Eschen und kann diese erheblich schädigen. Die Krankheit stellt somit ein Risiko für Eschen aller Altersklassen dar.
Praxistaugliche Massnahmen zur Eindämmung der Krankheit sind bis heute leider nicht bekannt. Als Reaktion auf einen Befall können in Jungbeständen im Rahmen geplanter Pflegearbeiten stark befallene Einzelpflanzen bevorzugt entnommen werden. Alte Eschen, welche von der Krankheit betroffen sind, können ab einer Kronenschädigung von mehr als zwei Dritteln vorzeitig genutzt werden, um einer drohenden Holzentwertung durch weitere Schadorganismen vorzubeugen. Von Neupflanzungen mit Eschen wird aufgrund des hohen Befallsrisikos abgeraten.
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Abb. 2 - Vorkommen von Eschenjungbeständen mit deutlichen Symptomen der Eschenwelke (Chalara fraxinea). Daten aus Meldewesen, Beratungstätigkeit und Umfragen. |