Suche

     Suche nur innerhalb dieser Rubrik

Erweiterte Suche

Kontakt

Dr. Reinhard Mößmer

LWF

Bayerische Landesanstalt
für Wald und Forstwirtschaft

Abt. Waldbau und Bergwald
Hans-Carl-von-Carlowitz-Pl. 1
D-85354 Freising

Telefon: +49 (8161) / 71 - 4956
Telefax: +49 (8161) / 71 - 4971

Artikel

Autor(en): Redaktion waldwissen.net – LWF
Redaktion: LWF, Deutschland
Kommentare: Artikel hat 0 Kommentare
Bewertung: zu Favoriten Druckansicht
80.080.080.080.080.0 (5)

Zirbe oder Strobe?

Zirbe
Abb. 1: So ist die Zirbe leicht von der Strobe zu unterscheiden. Beim Holz ist das nicht unbedingt so leicht (Foto: U. Wasem).

Die Zirbe (Pinus cembra), unter anderem auch als Arve bekannt, und die Strobe (Pinus strobus), die auch Weymouthskiefer genannt wird, gehören beide zur Gattung der Kiefern. Sie sind sogar relativ eng miteinander verwandt, enger beispielsweise als die Zirbe und die Gemeine Kiefer (Pinus sylvestris).

Mit der Frage "Zirbe oder Strobe?" wandte sich ein Schreiner an das Bayerische Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (ASP).Er hatte Bretter aus Zirbenholz bestellt, zweifelte aber nach der Lieferung daran und vermutete, dass sie aus Strobenholz waren. Von einer DNS-Analyse am ASP erhoffte er sich Aufklärung.

Genetische Analyse

Im genetischen Labor des ASP konnte genügend DNS aus dem Holz isoliert werden, um ein "genetisches Muster" zu erstellen. Dieser "genetische Fingerabdruck" erlaubt eine sichere Unterscheidung verschiedener Baumarten. Näher miteinander verwandte Baumarten sind schwieriger zu unterscheiden als solche, die stammesgeschichtlich weiter auseinander liegen. Trotz der großen genetischen Ähnlichkeit gibt es aber einige Genorte, an denen Unterschiede festzustellen sind.

Die Muster der fragwürdigen Bretter wurden mit Referenzproben von Zirbe und Strobe verglichen. Zur großen Überraschung unterschieden sich die Muster des Holzes von denen beider Baumarten. Sie stimmten dagegen weitgehend mit den Mustern von Schwarzkiefer (Pinus nigra) und Gemeiner Kiefer überein. Damit war für den Besitzer der Bretter zumindest eines klar: Sein Holz stammte weder von Zirben noch von Stroben.

Originalartikel

Externe Links

Interne Links