Bayerisches Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht
Forstamtsplatz 1
83317 Teisendorf
Telefon: +49 (8666) / 9883-13
Telefax: +49 (8666) / 9883-30
| Autor(en): | Redaktion waldwissen.net – LWF |
| Redaktion: | LWF, Deutschland |
| Kommentare: | Artikel hat 0 Kommentare |
| Bewertung: |
|
|
|
Abb. 1: So ein Bild im September ist recht ungewöhnlich (Foto: ASP). |
Es ist nichts Besonderes, wenn im Juni die Buchen und andere Baumarten einen zweiten Blattaustrieb, den Johannistrieb, bilden. Wenn hingegen Buchen im September nochmals austreiben, ist das eher ungewöhnlich. So geschehen im September 2011. Aufgrund des warmen Altweibersommers konnte im Pflanzgarten Laufen an einigen Jungbuchen ein erneutes Austreiben beobachtet werden. An knapp zehn Prozent der Sämlinge trat Ende September ein Blattaustrieb des Leittriebes auf, unabhängig von der Herkunft und der Buchenart. An weiteren Pflanzen war die Leitknospe angeschwollen. Die Rotbuche und die Orientbuche zeigten beide dieses nicht alltägliche Phänomen.
Der herbstliche Austrieb tritt selten auf, ist aber dem
Praktiker nicht unbekannt. Im Winter werden die frisch ausgetriebenen
Pflanzenteile auf Grund der fehlenden Verholzung voraussichtlich erfrieren. Im
folgenden Jahr wird die Pflanze dann einen Ersatztrieb bilden. Solange die
Knospen noch nicht ausgetrieben haben, werden sie die winterlichen Temperaturen
ohne Schädigung überstehen.