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Autor(en):
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Redaktion waldwissen.net - WSL
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Originalartikel: |
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Online-Version: |
Stand: 22.11.2008
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Redaktion:
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WSL, CH
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Verfügbare Sprachen:
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Druckansicht
deutsch
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Waldbrand
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Foto: M. Conedera (WSL)
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Besonders auf der Alpensüdseite ereignen sich regelmässig Waldbrände.
Wo innert nützlicher Frist kein neuer Wald nachwächst, führt dies zu
Erosion. Feuer zerstören aber nicht nur, sie schaffen auch Lebensraum
für licht- und wärmebedürftige Tiere und Pflanzen.
Die Wälder des Alpenraums sind durch zahlreiche Naturgefahren bedroht. Dabei zeigen sich die waldzerstörenden Einflüsse der Natur als äusserst vielfältig: Neben Wasser (Überschwemmungen, Lawinen), Erde (Felsstürze, Murgänge) und Luft (Stürme) spielt auch das vierte Element - Feuer - eine Rolle. Zwar ist die Waldbrandgefahr in mitteleuropäischen Wäldern im Vergleich zu denjenigen in Kalifornien, Australien oder Russland gering, trotzdem ereignen sich vor allem auf der Alpensüdseite regelmässig grössere oder kleinere Waldbrände.
Auf der Alpensüdseite treten die meisten Waldbrände und die bedeutendsten verbrannten Flächen im späten Winter und frühen Frühling (März-April) auf. In diesen Monaten ist die Austrocknung durch den Föhn sowie die Sonneneinstrahlung bereits sehr gross und die Schneeausaperung in den unteren Lagen komplett. Dies fördert schnell voranschreitende Lauffeuer. In Europa entstehen mehr als 90% aller Waldbrände durch Menschenhand. Die einzige natürliche Ursache von Bränden in unseren Wäldern sind Blitzschläge. Im Sommerhalbjahr können sie immerhin 20-40% der Waldbrände verursachen.
Waldbrände zerstören aber nicht nur, sie schaffen auch Platz für neues Leben. Schweizer Wissenschafter wiesen beispielsweise nach, dass die Artenvielfalt nach Feuersbrünsten steigt. Wo sich innert nützlicher Frist kein neuer Wald entstehen kann, führt der Oberflächenabfluss des Regenwassers zu Erosion. Um dies zu verhindern, ist es an manchen Orten angebracht, Waldrandflächen aufzuforsten. Natürliche Waldbrände lassen sich kaum verhindern. Jedoch ist es möglich, die Gefährdung von Waldgebieten anhand von Datenbanken oder mit Hilfe eines Waldbrand-Index zu beurteilen.
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Leben mit Waldbrand
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Ein Merkblatt fasst die Folgen des Waldbrandes oberhalb Leuk (Kanton Wallis) vom August 2003 im Hinblick auf Boden, Erosion, Tiere und Pflanzen zusammen. Es enthält technische und forstbetriebliche Massnahmen im Hinblick auf zukünftige Brandereignisse.
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Wiederbewaldung nach Waldbrand
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Ein Waldbrand zerstörte im Juli 1983 oberhalb von Müstair rund 50 Hektaren Wald. 25 Jahre danach besteht die natürliche Verjüngung aus fast 5000 Pflanzen pro Hektare, vorwiegend Lärchen und Aspen. Die gepflanzten Nadelhölzer wirken als Vorbau und beschleunigen die Wiederherstellung der Schutzfunktion.
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Erosion nach Waldbränden
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Was für Waldbrand-Typen gibt es? Inwiefern wirken sich Brände auf den Waldboden aus? Lassen sich Brandflächen innert nützlicher Frist stabilisieren, um Erosion zu verhindern?
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Waldbrand bei Leuk - vier Jahre danach
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2003 loderte im Wallis einer der grössten Waldbrände der Schweiz. Vier Jahre später präsentierte sich an vielen Orten wieder eine geschlossene Vegetationsdecke. Die Wiederbesiedlung mit Waldbäumen erfolgte bisher allerdings nur zaghaft.
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Neues Leben nach dem Waldbrand
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Der Wald oberhalb von Leuk im Wallis brannte in einer einzigen Nacht ab. Wie schnell wächst auf dem verkohlten Boden ein neuer Schutzwald?
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Pilze als Pioniere nach Feuer
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Die Schwächung grosser Bäume durch Feuer ist eine ideale Voraussetzung für die Besiedelung durch Pilze. Die Forschungsanstalt WSL untersucht auf der Alpensüdseite, wie Buchen, Eichen und Kastanien auf Waldbrände reagieren und welche Pilze die Bäume besiedeln.
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Waldbrände und Vegetation
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Mit Hilfe von paläoökologischen Untersuchungen ist es möglich, die langfristige Feuergeschichte und Feuerökologie einer Region zu rekonstruieren. Wie haben Waldbrände die Vegetation in der Schweiz im Laufe der Jahrtausende beeinflusst?
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Neues Leben aus der Asche
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In der Umgebung des Mount St. Helens im Nordwesten der USA ist der Wald 30 Jahre nach der Eruption zurückgekehrt. In den Flussauen stehen Pionierwälder, in höheren Lagen Nadelbäume. Ausserhalb des Schutzgebietes floriert die Forstwirtschaft.
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Blitzschlagbrände in den Alpen
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Nicht alle Waldbrände entstehen durch Menschenhand. Im Sommerhalbjahr verursachen Blitzschläge in den Alpen rund 20-40 Prozent aller Waldbrände. Blitze sind hierzulande die einzige natürliche Waldbrandursache.
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Neue Waldbranddatenbank
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Bisher haben die Kantone Waldbrandereignisse getrennt voneinander erfasst. Eine neue Datenbank vereinigt alle Waldbrand-Informationen an zentraler Stelle und ist damit ein gutes Instrument, um die Waldbrandbekämpfung zu optimieren.
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Waldbrandindex
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M-68 – das ist kein neues Automodell, sondern die Bezeichnung für einen modernen Waldbrandindex. Damit kann ähnlich den Lawinenwarnstufen die aktuelle Gefahrenlage beschrieben werden.
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Dynamik nach Waldbränden
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Auf den ersten Blick sind Waldbrände eine Katastrophe für die Natur. Licht- und wärmebedürftige Tiere und Pflanzen profitieren hingegen von der Feuersbrunst. Waldbrände schaffen für lange Zeit Strukturen, die diesen Arten wertvollen Lebensraum bieten und damit häufig die Biodiversität im Wald erhöhen.
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