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Autor(en):
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Michael Streckfuß
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Originalartikel: |
Streckfuß, M. (2008): Dossier Invasive Arten. http://www.waldwissen.net/.
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Online-Version: |
Stand: 24.04.2008
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Redaktion:
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LWF, D
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Verfügbare Sprachen:
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Druckansicht
deutsch
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Invasive Arten
Bei Neobiota geht es um Lebewesen, die bewusst oder
unbewusst, direkt oder indirekt durch den Menschen in einen für sie neuen
Lebensraum eingebracht werden und sich dort selbständig weiter ausbreiten und
fest etablieren. Mit Neozoen, Neophyten und Neomyceten werden
diese Neubürger nochmals etwas genauer in Tier-, Pflanzen- und Pilzarten
unterteilt (Begriffe siehe Kasten). Das „Neu“ bezieht sich etwas willkürlich
auf die Zeit seit 1492, weil die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus
als Beginn einer bis dahin unbekannten, weltweiten Mobilität der Menschheit
gesehen werden kann.
Im engeren Sinn werden als „invasive Arten“ die
wenigen Neobiota bezeichnet, die sich aggressiv und invasionsartig ausbreiten,
gebietsweise dominant werden und dadurch andere Arten, Biotope und Ökosysteme
stark beeinflussen und bedrängen. Aus Sicht des Menschen bringen invasive Arten
oft ökonomische, ökologische oder medizinische Nachteile. Typisch für viele
aggressive Arten ist, dass sie sich in ihrer ursprünglichen Heimat eher
unauffällig zeigen und dort im Gleichgewicht mit Gegenspielern und konkurrierenden
Arten stehen.
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Abb. 1: Neue Arten kommen oft auf unerwarteten Wegen. Die Samen
der Ambrosia z.B. sind häufig in Vogelfutter zu finden, das gewöhnlich auf den
Ambrosia-verseuchten Feldern Südosteuropas angebaut wird. So erhält die
invasive Art durch die heimischen Vogelfreunde jedes Jahr eine neue Chance
bei uns. Die verstreuten Samen bleiben im Boden unserer Gärten bis zu 40
Jahre lang keimfähig, obwohl die Pflanze selbst nicht frosthart ist.
Auf dem linken Bild sind die typisch gezackten Früchte
der Beifuß-Ambrosie in einer Vogelfutterprobe zu sehen. Rechts sieht man im
unteren Teil auch die eigentlichen Samen, bei denen die gezackte Fruchthülle
bereits abgefallen ist.
Linkes Foto: Projektgruppe Biodiversität und
Landschaftsökologie (Stefan Nawrath, Beate Alberternst)
Rechtes Foto: W. Wohlers (Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für
Kulturpflanzen)
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Menschliche Mobilität und Klimawandel
Die Einwanderung neuer Arten mit allen Nebenwirkungen ist an
sich nicht neu. Neu ist allerdings, dass der Mensch durch seine hohe Mobilität
im globalen Waren- und Reiseverkehr als Überträger so schnell ist und nur bestimmte
Arten sozusagen zufällig überträgt. Dies führt weltweit zu vielen Einwanderungswellen
in einer unnatürlich raschen Folge und über große geografische und
klimatologische Barrieren hinweg, die ohne den Menschen gehalten hätten.
Die zufällige und damit selektive Übertragung von Arten
lässt zudem meist die Gegenspieler und den ökologischen Kontext in der Heimat
zurück, was der Art in der neuen Umgebung einen zusätzlichen Vorteil verschaffen
kann, der das invasive Potenzial erst recht freisetzt.
Und auch der gegenwärtige Klimawandel begünstigt invasive
Arten, indem sich zunehmend wärmeliebende Arten bei uns etablieren können,
während umgekehrt durch die Erwärmung keine andere, bei uns bekannte invasive
Art dadurch gebremst wird.
Begriffe
neo (griech.: neu)
Neobiota = Überbegriff für neu eingebürgerte Lebewesen
seit Kolumbus (griech.: bios = Leben, Lebewesen)
Neophyten = Neu eingebürgerte Pflanzenarten (griech.: phyton
= Pflanze)
Neozoen = Neu eingebürgerte Tierarten (griech.: zoo =
Kreatur, Tier)
Neomyceten = Neu eingebürgerte Pilzarten (griech.:
mykês = Pilz)
Invasive Arten = Neobiota, die sich invasionsartig
ausbreiten und dominant werden (lat. invadere = hineingehen)
Die Begriffe „Exoten“ oder „fremdländische Arten“
bezeichnen zwar meist das selbe wie Neobiota, doch sollten diese unscharfen
und umgangssprachlichen Begriffe vermieden werden.
Archäophten/-zoen = Altpflanzen/-tiere, Pflanzen/Tiere,
die vor Kolumbus z.B. während der Römerzeit zu uns kamen. Dazu zählen z.B. viele Ackerunkäuter. (griech.: archaios
= alt)
Indigene Arten = Synonym für autochthone Arten. Also
einheimische Arten, die aus eigener Kraft eingewandert oder vor Ort
entstanden sind, in Mitteleuropa also seit der letzten Eiszeit (lat. indiges
= eingeboren; Altgriech.: autós = selbst und chthōn = Erde)
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Extrembeispiele sind untypisch
Die Fülle von Veröffentlichungen zum Thema zeigt, wie
brisant das Thema sein kann. Schließlich gibt es tatsächlich eine ganze Reihe
von Beispielen, wo invasive Arten in kurzer Zeit einheimische Arten verdrängen
oder sogar bereits ausgerottet und große wirtschaftliche Schäden verursacht
haben, man denke nur an Australien. Dennoch muss man berücksichtigen, dass
solche Extrembeispiele verglichen mit der Gesamtzahl der Fälle nur selten und
in Mitteleuropa bisher noch gar nicht aufgetreten sind. Als Faustregel kann gelten: Von 100 neuen Arten fallen 10 auf und nur eine wird problematisch.
Außerdem sollten Veränderungen nicht grundsätzlich als
Gefahr oder Zerstörung, sondern als Entwicklung, als Evolution verstanden
werden. Ökosysteme und Lebensräume sind nur auf dem ersten Blick statisch.
Deshalb sollte niemand die Etablierung neuer Arten grundsätzlich als negativ
ansehen, denn das käme einer
ideologischen Bewertung gleich, die fachlich nicht begründbar ist. Wenn sich
also herausstellt, dass eine neue Art keine großen Verwerfungen bringt, ist es
unsinnig, sie weiter zu bekämpfen.
Auswirkungen
Die meist unerwünschten Auswirkungen bei der
Einwanderung neuer Arten sind:
Ökologisch
- Verdrängen anderer Arten durch Konkurrenz,
Auffressen, neue Krankheiten mitbringen. Besonders gefährdet sind inselartig isolierte Ökosysteme ohne Ausweichmöglichkeiten.
- Veränderung von Ökosystemen (z.B. Stickstoffanreicherung
durch die Robinie)
- Aussterben durch Einkreuzen (z.B. bei Verwandtschaft
die genetische Veränderungen der heimischen Population)
Medizinisch
- Gesundheitsgefahr durch Allergien (z.B. Ambrosia),
Gifte (z.B. Herkulesstaude)
Wirtschaftlich
- Hohe Kosten im Gesundheitsbereich
- Produktionsausfälle und -schäden
- Behinderung von Bewirtschaftung, Verschlechterung der
Produktqualität, höhere Produktionskosten
- Wirtschaftliche Schäden durch notwendige Bekämpfung
könnte große Grundbesitzer (Waldbesitzer!) besonders stark treffen
- Einstufung als Quarantäne-Schädling
Im Internationalen Pflanzenschutzabkommen (IPPC) wurden Richtlinien (ISPM-Standards) festgelegt, nach denen eine Art als Quarantäneart eingestuft werden kann. Derzeit haben z.B. der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB), der Kiefernholznematode oder die Esskastanien-Gallwespe diesen Status. Dies hat zur Folge, dass bei internationalen Trans-porten bezüglich der Quarantänearten bestimmte, meist kostspielige Auflagen erfüllt werden müssen.
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Invasive Arten im forstlichen Alltag
Auch wenn sich also invasive Arten in Mitteleuropa und
speziell im Forstsektor im Vergleich zu anderen Gegenden der Welt bisher noch
relativ harmlos präsentieren, sollten aggressive Einwanderer angesichts des
negativen Potenzials genau beobachtet werden. Verharmlosung ist so wenig
angebracht wie Hysterie. Denn neben den ökologischen Auswirkungen birgt jede
Invasion einer neuen Art auch erhebliche wirtschaftliche und gesundheitliche
Risiken (siehe Kasten).
Das Beispiel des Beifußblättrigen Traubenkrautes (Ambrosia
artemisiifolia; auch Beifuß-Ambrosie oder nur Ambrosia) zeigt in Süd- und
Mitteleuropa bereits eindrücklich reale ökonomische und medizinische
Auswirkungen. Das allergene Potenzial seiner Pollen ist erheblich größer
als das von Gräserpollen und die Pollenanzahl ist so extrem, dass alleine diese
Art in manchen Gegenden Südeuropas über die Hälfte aller Pollen in der Luft
stellt. Das Gesundheitswesen wird dadurch massiv belastet, auch, weil Ambrosia
erst ab dem Hochsommer blüht und so die Pollensaison um mehrere Monate verlängert.
2007 gab es daher in der Schweiz und in Bayern offizielle
Bekämpfungsaktionen um die weitere Einwanderung aus Süden zu bremsen. Zumindest
in Bayern sind derartige Aktionen für den Bürger noch billig und freiwillig.
Wird aber wie bereits in Teilen Südeuropas und der Schweiz die Bekämpfung zur
gesetzlichen Verpflichtung, kann es zumindest für Gemeinden und öffentliche
Grundbesitzer richtig teuer werden. Zwar ist das Beispiel Ambrosia keine typische Waldart, doch erstens grenzen Wälder oft an Felder und zweitens kann schon morgen eine andere waldtypische Art ähnlich große Probleme verursachen.
Wie die nun folgenden Dokumente zeigen, haben neben den
bekannten pflanzlichen Invasoren in den heimischen Wäldern vor allem Insekten-
und Pilzarten das Potenzial für hohe ökonomische und ökologische Risiken.
Gliederung des Dossiers mit Links zu den Themenbereichen
A) Umgang mit Neobiota
B) Neophyten
C) Neozoa - Insekten
D) Neozoa - Säugetiere und Würmer
E) Neomyceten
Umgang mit Neobiota
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Import von Verpackungsholz
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Holzverpackungsmaterial aus nicht behandeltem Rohholz bildet das ideale Transportmedium für Schadorganismen, die sich im Holz entwickeln und nach dem Ausschlüpfen häufig ungehindert verbreiten können. Auch Europa ist in den letzten Jahren von diesen Bioinvasoren nicht verschont geblieben.
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Bereicherung oder Bedrohung?
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Immer mehr Tier- u. Pflanzenarten werden unbeabsichtigt künstlich in neue Lebensräume gebracht, oft mit überraschenden Auswirkungen. Der Wald als eine der bedeutensten Flächennutzungen in Deutschland ist davon naturgemäß stark betroffen.
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Neophyten
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Die Geister die ich rief...
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Mannheimer Forstleute treten die Flucht nach vorne an. Da die gefürchtete Spätblühende Traubenkirsche nicht mehr entfernt werden kann, soll sie nun Wertholz liefern.
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Traubenkraut, bald so illegal wie Cannabis?
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Wer bisher schon über Heuschnupfen und Asthma jammert, wird in Zukunft noch weniger zu lachen haben. Denn ein gefährlicher, pflanzlicher Neubürger ist auf dem Vormarsch und zeigt, was "Allergie" wirklich heißt....
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Neophyten in der Krautschicht des Waldes
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Neophyten sind nicht nur schädlich. Sie können auch bisher ungenutzte ökologische Nischen besetzen und erhöhen dadurch die Artenvielfalt. Ihr oft vorhandenes Potenzial zur Ausbreitung und Beeinflussung ihrer Umgebung mahnt allerdings immer zur Aufmerksamkeit.
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Indisches Springkraut im Forst
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Wenn sich das Indische Springkraut und andere Neophyten im Sommer wieder penetrant ins Blickfeld drängeln, berichten selbst Tageszeitungen und Fernsehen über dieses Thema. Dabei erfolgt die Darstellung zuweilen etwas drastisch, was nicht bei allen Neophyten gerechtfertigt ist.
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Bekämpfungstipps Riesenbärenklau
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Der Riesenbärenklau ist eine der bekanntesten eingewanderten Problempflanzen. Dennoch wirft seine Bekämpfung Probleme auf. Um diese zu lösen gibt der Landesbund für Vogelschutz einige Tips aus eigener Erfahrung.
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Finger weg vom Riesen-Bärenklau
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Schön, aber sehr gefährlich ist der Riesen-Bärenklau. Nach Hautkontakt kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen: zuerst brennende und juckende Rötung; Nach 20 Minuten entzündet sich die Haut und löst Juckreiz, Rötung und Blasen aus.
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Neozoa - Insekten
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Baumwanze aus Asien erstmals entdeckt
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Schweizer Wissenschafter wiesen 2007 erstmals die Marmorierte Baumwanze nach. Diese in Ostasien heimische Art kam bisher in Europa nicht vor. Sie befällt vor allem Ziergehölze und Obstbäume. Das Insekt dürfte sich in den kommenden Jahren weiter ausbreiten.
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Insekten auf dem Vormarsch
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Insekten gehören zu den Gewinnern der Klimaerwärmung. Unter den Neueinwanderern sind allerdings viele Arten mit invasivem Potenzial. Die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft werden den Faunenwechsel besonders stark zu spüren bekommen.
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Asiatischer Laubholzbock in Braunau
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Wird er fliegen oder wird er nicht fliegen? Gespannt blicken Baumfreunde und Forstleute aus Österreich und Bayern nach Braunau. Dort bohren sich die Larven eines aus Asien eingeschleppten Insekts durch städtische Parkbäume. Mit einem Überwachungssystem versuchen die Österreicher, befallene Bäume zu finden und zu vernichten.
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Der Kiefernholznematode
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Die EU unternimmt große Anstrengungen durch Monitoring und Quarantänemaßnahmen die weitere Verschleppung der Kiefernholznematode in Europa zu verhindern. Portugal hat das Problem bereits im Lande.
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Chinesischer Laubholzbock in der Schweiz
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Zwei asiatische Bockkäfer stehen seit einiger Zeit zuoberst auf der Liste der internationalen Quarantäneinsekten: der Asiatische und der Chinesische Laubholzbockkäfer. 2006 ist auch in der Schweiz ein erster Befall entdeckt worden.
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ALB und Citrusbockkaefer
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Während der letzten Jahre ist es in Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien zum Befall durch den Asiatischen Laubholzbockkäfer und den Citrusbockkäfer gekommen. Während sich in Italien die Situation als "nahezu unlösbar" darstellt, scheinen in den anderen Ländern die zur Ausrottung ergriffenen Maßnahmen Erfolg zu zeigen.
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Der Asiatische Eschenprachtkäfer
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Noch ist er nicht in Mitteleuropa gesichtet worden. Jedoch besteht ein hohes Risiko, dass der Käfer mit Verpackungsmaterial eingeschleppt wird. Wegen seines enormen Schadpotzenzials erscheint die Einstufung des Asiatischen Eschenprachtkäfers als Quarantäneschädling unumgänglich.
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Neozoa - Säugetiere und Würmer
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Der Waschbär
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Seit 30 Jahren leben Waschbären in Schweizer Wäldern. Im Gegensatz zu Mitteldeutschland, wo die aus Amerika stammenden Tiere an vielen Orten zur Plage werden, sind sie in der Schweiz noch nicht häufig. Vor allem am Genfer See tritt er seit 2003 häufiger auf.
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Bisam und Nutria und Biber
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Nutria und Bisam teilen sich zwar den selben Lebensraum wie der Biber, scheinen jedoch weder untereinander noch mit dem Biber ernsthaft in Konkurrenz zu treten.
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Grauhörnchen nun auch in Europa
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Ein niedlicher Bruder des Eichhörnchens bedroht seit kurzem nicht nur seine europäische Verwandtschaft, sondern auch ganze Laubwaldbestände. Neben den britischen Inseln macht man diese Erfahrung nun auch in Italien, da ist Deutschland nicht mehr weit.
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Freilassen verboten!
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Nützlinge sind Schädlinge sind je nach Betrachtung anders. Die andere Seite des Regenwurms...
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Neomyceten
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Ulmenwelke in Österreich
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Die Holländische Ulmenwelke ist ein klassisches Beispiel für die fatalen Folgen der Einschleppung ausländischer Krankheitserreger. Die Krankheit kommt seit 1928 in Österreich vor und hat seither die Bestände der heimischen Ulmenarten stark geschädigt.
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Risiko eingeschleppter Pilzkrankheiten
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Im Laufe der Evolution hat sich zwischen den einheimischen Arten und ihren Krankheiten ein Gleichgewicht eingestellt. Gelangen Krankheitserreger jedoch in neue Gebiete mit potenziellen neuen Wirtspflanzen, so können sich Epidemien entwickeln. Einige dieser Epidemien haben Geschichte geschrieben.
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Gefährliche Pflanzenkrankheit
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Aus einer Baumschule stammt der erste Schweizer Nachweis der gefährlichen Pflanzenkrankeit Phytophthora ramorum, die in Kalifornien ein Eichensterben verursacht. Weil auch in Europa Schlimmes befürchtet werden muss, sind Quarantänemassnahmen unbedingt nötig.
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Phytophtora ramorum, der neue Eichentod
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Aus Asien eingeschleppt ist der Pilz Phytophthora ramorum bereits ein gefürchteter Eichenkiller in Kalifornien. Nun wurde er auch in Deutschland erstmals nachgewiesen.
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Dothistroma-Nadelbräune
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Die Dothistroma-Nadelbräune (Rote Bänder-Krankheit) ist eine wichtige, weltweit verbreitete Nadelkrankheit an Kiefer. In Teilen Österreichs tritt diese Krankheit gegenwärtig häufig an Schwarz-, Wald- und Bergkiefer auf.
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Esskastanienrindenkrebs
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Der Kastanienrindenkrebs hat sich in Europa fast im gesamten Esskastanienareal ausgebreitet - auch in Deutschland. Die so genannte "Hypovirulenz" gibt Hoffnung, die Entwicklung des Krebses unterdrücken und dessen Weiterverbreitung verhindern zu können.
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Dauerproblem Kastanienkrebs?
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Eingeschleppte Organismen sind in ihrer neuen Umgebung oft erstaunlich erfolgreich und vom Menschen nur schwer zu kontrollieren. Beim Kastanienrindenkrebs scheint die Kontrolle zu gelingen.
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Kastanien-Rindenkrebs
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Der ursprünglich aus Asien stammende Pilz wurde 1992 erstmalig in Deutschland (Ortenau) nachgewiesen. Die Beseitigung der befallenen Bäume ist dringend notwendig, um die weitere Ausbreitung des aggressiven Pilzes zu verhindern.
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Der Kastanienrindenkrebs
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Anfang des letzten Jahrhunderts wurde der Kastanienrindenkrebs von Asien in die USA eingeschleppt. Diese Pilzkranheit zerstörte dort innerhalb von 30 Jahren die ausgedehnten Kastanienwälder fast vollständig. In Europa verläuft die Krankheit glücklicherweise weniger dramatisch. Trotzdem ist Vorsicht angebracht.
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