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Autor(en):
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Redaktion waldwissen.net - FVA
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Originalartikel: |
Redaktion FVA (2005): Dossier Natura 2000. http://www.waldwissen.net, 29.11.2005.
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Online-Version: |
verändert,
Stand: 27.01.2009
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Redaktion:
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FVA, D
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Verfügbare Sprachen:
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Druckansicht
deutsch
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Das Schutzgebietsprogramm Natura 2000
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Ein Schwerpunkt der FFH-Lebensraumtypen sind die in Mitteleuropa großflächig vorkommenden Buchenwälder.
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dem europäischen Schutzgebietskonzept Natura 2000 haben sich die Staaten der
Europäischen Union die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Europa zum Ziel
gesetzt. Grundidee ist die Schaffung eines europaweiten Netzes von
Schutzgebieten, mit dessen Hilfe wildlebende Tiere und Pflanzen und ihre
natürlichen Lebensräume erhalten oder wiederhergestellt werden sollen.
Das
Europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 umfasst Vogelschutzgebiete und FFH-
(Fauna-Flora-Habitat-) Gebiete, die auf Grundlage der EU-Vogelschutzrichtlinie
von 1979 und der FFH-Richtlinie von 1992 ausgewiesen wurden.
EU-Vogelschutzrichtlinie
Mit
der EU-Vogelschutzrichtlinie sollen langfristig der Schutz und die Erhaltung
aller wildlebenden Vögel und ihrer natürlichen Lebensräume in Europa gesichert
werden. Für gefährdete und seltene Vogelarten sind geeignete Gebiete zu
erhalten und zu entwickeln. Entsprechendes gilt für alle Zugvogelarten sowie
rastende Wasser-, Wat- und Greifvögel.
FFH-Richtlinie
Die
Ziele der FFH-Richtlinie sind die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie
der wildlebenden Tiere und Pflanzen. Die Lebensräume und Arten werden in den
Anhängen I und II der FFH-Richtlinie aufgeführt. Darin sind für die gesamte EU
231 Lebensraumtypen sowie mehr als 1000 Tier- und Pflanzenarten enthalten, die
aufgrund ihrer europaweiten Gefährdung und Verbreitung von gemeinschaftlichem
Interesse sind.
Schutzgüter innerhalb
der Natura 2000-Gebiete
Schutzgüter
innerhalb der Natura 2000-Gebiete sind also zahlreiche Tierarten wie Spechte,
Fledermäuse und Holzkäfer, Pflanzen wie der Frauenschuh, deren jeweilige
Lebensstätten sowie Lebensraumtypen wie Buchen- und Eichenwälder, Fließgewässer
und Mähwiesen. Gemäß FFH-Richtlinie sind die betreffenden Arten und
Lebensraumtypen insgesamt in einem günstigen Zustand zu erhalten
(Verschlechterungsverbot). Der gesetzliche Auftrag zum Schutz und Erhalt der
Arten und Lebensraumtypen wird in den Mitgliedstaaten mit verschiedenen
Instrumenten erfüllt: Schutzgebietsverordnungen, Managementpläne, Förderung und
Vertragsnaturschutz werden unterschiedlich kombiniert und gewichtet.
Aktueller Meldestand
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Europäische
Union
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ca. 25.000 FFH- und Vogelschutzgebiete
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ca. 16.3 % der Landfläche aller Mitgliedstaaten (Quelle: BfN, Stand: 2008)
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Deutschland
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4.622 FFH- und Vogelschutzgebiete
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ca. 9,3 % der Landfläche (Quelle: BfN, Stand: 2008)
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Österreich
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218 FFH- und Vogelschutzgebiete
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ca. 14,7 % der Landfläche (Quelle: Umweltbundesamt, Stand: 2008)
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Weitere Informationen
Beiträge zum Thema
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Artenschutz im Wald
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Der Beitrag zeigt, wie das Alt- und Totholz-Konzept von ForstBW in bereits bestehende Artenschutzbemühungen in Baden-Württemberg einzuordnen ist: Zusammen mit den bestehenden Maßnahmen bildet das AuT-Konzept ein umfassendes Maßnahmenbündel zum Artenschutz im Wald.
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Runder Tisch für den Naturschutz
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Für die FFH-Gebiete müssen jetzt Managementpläne erstellt werden. Um dabei alle Beteiligten einzubeziehen, soll für jedes Gebiet ein Runder Tisch eingerichtet werden. Wie das ablaufen kann sieht man am Beispiel des FFH-Gebiets "Anstieg Frankenhöhe".
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Arterfassung in Wald-FFH-Gebieten
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So großflächig und systematisch wie bei Natura 2000 wurden in Bayerns Wälder noch nie Tier- und Pflanzenarten kartiert. Es ist eine große Herausforderung für die Forstverwaltung, bei der man neue Wege beschreitet und unkonventionelle Methoden entwickelt.
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Natura 2000 - Sport, Tourismus
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Ein neuer von der Universität für Bodenkultur, Wien, erarbeiteter Leitfaden zeigt die Berührungspunkte von Sport und Tourismus zum Naturschutz auf und legt dabei den Schwerpunkt auf das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Er gibt Sportlern und Erholungssuchenden Tipps zum Umgang mit Schutzgebieten.
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Natura 2000, Biodiversität, Klimawandel
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Das Netzwerk Natura 2000 ist der europäische Beitrag zu einer globalen Strategie, dem weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt möglichst rasch Einhalt zu gebieten. Es trägt auch zur Abmilderung des Klimawandels und seiner Risiken bei.
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Managementplanung für Natura 2000-Gebiete
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Seit 2008 ist die Erstellung der Managementpläne (MaP) für die Natura 2000-Gebiete zeitlich und organisatorisch eng an die Forsteinrichtung gekoppelt. Der Beitrag beschreibt das neue dreigliedrige Verfahren für Baden-Württemberg.
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Natura 2000: Artenhandbuch Wald
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Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000 weist Waldbesitzern und forstlichen Beratern eine erhebliche Verantwortung für den Natur- und Artenschutz zu. Das Natura-2000 Artenhandbuch der LWF enthält das dazu relevante Wissen in übersichtlicher und handlicher Form.
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Schutz in Natura 2000-Gebieten
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Nicht nur einzelne Tier- und Pflanzenarten sollen geschützt werden, sondern ganze Lebensraumtypen. Der Schutz und Erhalt von Biotopen als Ganzes hat dabei im Zweifel immer Vorrang vor Schutzmaßnahmen für einzelne Arten.
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Umsetzung von Natura 2000 in BW
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Zum Schutzgebietsnetz Natura 2000 gehören zum einen die Vogelschutz- und zum anderen die FFH-Gebiete. In Baden-Württemberg sind mit rd. 380.000 ha Wald mehr als 27% der gesamten Waldfläche betroffen. Mit einem Anteil von über 60% ist der Wald innerhalb von Natura 2000 überproportional vertreten.
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FFH-Waldlebensraumtypen
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Die FFH-Gebiete in Deutschland sind mittlerweile erfasst und müssen nun ihrem Zustand entsprechend bewertet werden. Ausgehend davon werden Maßnahmen zur Sicherung der Gebiete geplant. Den Ablauf des Verfahrens zeigt dieser Artikel.
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FFH-Gebiete
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Der Begriff Natura 2000 steht für ein europäisches Schutzgebietssystem, das den Erhalt bzw. die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt zum Ziel hat. In allen EU-Staaten werden derzeit schützenswerte Gebiete in repräsentativer Verteilung zu einem Netzwerk verknüpft.
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FFH- und Vogelschutz-Richtlinie
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Ein zusammenhängendes Netz aus Biotopen soll Europa überziehen und der Natur ein Überleben zwischen Kultur- und Industrielandschaft ermöglichen. Dies hat direkte Auswirkungen auf alle betroffenen Grundeigentümer.
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Natura 2000 in Österreich
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Derzeit sind in Österreich 163 Natura 2000-Gebiete nominiert, die etwas mehr als 16 % der Fläche Österreichs einnehmen, davon sind beinahe die
Hälfte (48 Prozent, ca. 650.000 ha) Wald.
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Anhang mit großer Wirkung
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Welche Arten haben welche Ansprüche? Dies ist keine rein wissenschaftliche Frage. Denn ihre Beantwortung wirkt sich auch auf die Bewirtschaftung der jeweils betroffenen Flächen aus.
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Auer- und Birkwildhege
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Auf EU-Ebene kann das Natura 2000-Konzept für Rauhfußhühner nicht greifen. Inselartig Schutzgebiete ausweisen, ist zu wenig: Landnutzung muss entsprechend den regionalen Gegebenheiten Rücksicht auf Natur und Wildtier nehmen.
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Waldnutzung in FFH-Waldgebieten
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Durch die Einstufung von Waldflächen zu FFH-Schutzgebieten werden bestimmte Anforderungen an die künftige Waldbewirtschaftung gestellt. Dabei ist die Unsicherheit der Waldeigentümer aufgrund teils widersprüchlicher Aussagen verständlich.
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Waldfachpläne für Natura 2000
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Für Natura 2000-Gebiete sind Bewirtschaftungspläne zu erarbeiten. In Österreich bemüht man sich Waldfachpläne als geeignete Planungsinstrumente zu etablieren.
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Der Waldfachplan
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Der Waldfachplan dient in Österreich der fachlichen und strategischen Orientierung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung einer waldrelevanten Themenstellung.
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Urwaldreliktarten im Bamberger Hain
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Der Bamberger Hain ist das älteste Naturschutzgebiet Deutschlands und liegt mitten in der Stadt. Trotz oder gerade wegen der intensiven Nutzung machen die Hartholz-Auwälder dieses FFH-Gebiet zu einem besonders wichtigen Baustein für das europaweite Schutzgebietssystem Natura 2000.
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Ostbayerns Pflanzengesellschaften
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Es ist doch alles grün, was soll da fehlen? Im Gegensatz zu dieser Laienmeinung erkennen Experten einen neuen, extremen Verlust charakteristischer Pflanzenarten und damit von Biotopen. Maßnahmen zum Schutz von Biotopen richten also nicht genug gegen Herbizide, Immissionen und Versiegelung aus.
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Waldbiotopkartierung und Umweltplanung
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Nachdem in Baden-Württemberg flächendeckend über alle Waldbesitzarten hinweg die Kartierung seltener und geschützter Waldbiotope erfolgt ist, können die Daten nun für verschiedene Planungsbereiche verwandt werden. Die steigende Nachfrage der Daten zeigt, wie wichtig die WBK für die Umweltplanung ist.
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