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Autor(en):
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Redaktion waldwissen.net - FVA
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Originalartikel: |
Redaktion waldwissen.net - FVA (2008): Dossier Holzmobilisierung. http://www.waldwissen.net, 05.08.2008.
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Online-Version: |
Stand: 05.08.2008
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Redaktion:
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FVA, D
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Verfügbare Sprachen:
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Druckansicht
deutsch
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Holzmobilisierung
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Holzmobilisierung als ökonomischer und ökologischer Motor. (Fotos: FVA)
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Fundierte Waldinventuren haben in Deutschland, Österreich
und in der Schweiz ergeben, dass wesentlich weniger Holz eingeschlagen wurde
als jährlich nachgewachsen ist. Der Holzeinschlag im Wirtschaftswald könnte
also deutlich gesteigert werden – ohne den Nachhaltigkeitsgedanken in der
Forstwirtschaft in Frage zu stellen. Aus diesem Grund hat sich die forstliche
Forschung in der letzten Zeit immer häufiger mit der Holzmobilisierung befasst.
Vorteile von zusätzlich geerntetem Holz
- Holz
ist ein nachwachsender, also nachhaltiger Rohstoff, der in der heutigen
Energie- und Klimapolitik eine immer bedeutendere Rolle einnimmt:
Spätestens seit den steigenden Kraftstoff- und Strompreisen, dem Wunsch
nach unabhängiger Rohstoff- und Energieversorgung und letztlich dem Klimawandel,
gilt nachhaltig genutztes Holz aus heimischen Wäldern als eine sinnvolle
Alternative.
- Zusätzlich
geerntetes Holz hat
weitreichende ökonomische und sozialpolitische Auswirkungen: So schaffen Holzerntemaßnahmen und
die damit verbundene Arbeitskette Arbeitsplätze in zumeist
strukturschwachen Regionen. Außerdem fließen Geldmittel zur Begleichung
von Heizöl meist aus der Region ab, während z. B. die
Hackschnitzelbereitstellung Arbeitsplätze und Finanzen in die ländlichen Räume bringt.
- Stammzahlreiche
Bestände sind oft instabil und widersprechen den heutigen waldbaulichen
Zielen: Durch den planmäßigen Abbau von Übervorräten werden stabile und
stufige Mischbestände erzogen und der Zuwachs wird auf den Einzelbaum gelenkt.
Somit wird starkes, leicht vermarktbares Holz von guter Qualität produziert.
Holzmobilisierung vor allem im Kleinprivatwald
Im Kleinprivatwald Baden-Württembergs wurden beispielsweise seit 1987 nur ca. 2/3 des
Zuwachses eingeschlagen: Zum einen wird oftmals das Zuwachspotenzial des
eigenen Waldbesitzes unterschätzt, zum anderen fehlen oft die Zeit und die
Arbeitskräfte, um den Wald ausreichend zu bewirtschaften. Kleinparzellierung,
ungünstige Lagen, Erschließungsprobleme und Vermarktungsschwierigkeiten kommen
dazu.
Deshalb ist es der Forstwirtschaft, nicht zuletzt aus Gründen der
Vermeidung sehr hoher Sturmschäden in zu vorratsreichen Beständen, ein großes
Anliegen, die Holzmobilisierung vor allem im Kleinprivatwald voranzubringen und
zu unterstützen. Dieses Dossier soll hierzu einen Beitrag leisten.
Gliederung des Dossiers mit Links zu den Themenbereichen
- Waldinventuren – Aussagen über Zuwachs und Nutzung
- Unterstützung
für eine erfolgreiche Holzmobilisierung
- Urbaner Waldbesitz
A. Waldinventuren – Aussagen über
Zuwachs und Nutzung
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Zweite Bundeswaldinventur 2002
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Ausgerüstet mit modernsten Messgeräten waren speziell geschulte Mitarbeiter 2 Jahre lang für die Bundeswaldinventur unterwegs. Sie zählten und vermaßen 99.000 Einzelbäume an 7651 Stichprobenflächen.
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Ergebnisse der Bundeswaldinventur
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Die zweite Bundeswaldinventur macht 15 Jahre nach der ersten nationalen Inventur neben der reinen Darstellung des aktuellen Waldzustandes erstmals auch Aussagen über die Waldentwicklungsdynamik (Zuwachs, Nutzung) möglich.
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Weiterentwicklung von Waldinventuren
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Informationen zum Zustand und Entwicklung des Waldes sind gefragt. Dabei steigt die Zahl der gewünschten Informationen ständig an. Um den Anforderungen gerecht zu werden, müssen die Inventurkonzepte weiterentwickelt und angepasst werden.
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Privatwald nach 1945
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Bis zur ersten Bundeswaldinventur 1987 waren die Kenntnisse über die waldbauliche Situation im Privatwald sehr lückenhaft. Gleichzeitig nahm die Forderung der Holz- und Forstwirtschaft sowie der politischen Entscheidungsträger nach verlässlichen Daten über den Privatwald zu.
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Holzvorrat übersteigt Milliardengrenze
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Erstmals hat der Holzvorrat des Ertragswaldes in Österreich die Milliardengrenze überschritten. Die Ursache ist im deutlich gestiegenen Zuwachs zu finden, der verstärkt mit einer rückläufigen Nutzung eine Vorratszunahme von 30 Vfm/ha verursacht.
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B. Unterstützung für eine erfolgreiche
Holzmobilisierung
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Aus der Tradition in die Moderne
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Forst- und Holzwirtschaft wandeln sich drastisch. Die konzentrierte Macht der Holz- und Papierindustrie sorgt für Druck auf die Holzpreise und höhere Ansprüche an die Qualität des Holzes. Kleinere Waldbesitzer können dies nur über Kosteneinsparungen und vor allem über Zusammenschlüsse kompensieren.
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Waldbesitzer auf dem Weg in die Zukunft
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Privatwaldbesitzer haben eine sehr heterogene Betriebsausstattung und Zielrichtung. Auch die zunehmende "Urbanisierung" verschlechtert ihre Marktposition in einer globalisierten Welt. Zusammenschlüsse können diese Nachteile wettmachen und sogar weitere Vorteile erschließen.
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IROM - Software für Rohstoff-Mobilisierung
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Die Software IROM wurde entwickelt, um bundesweit die Rohholzmobilisierung im Kleinprivatwald voranzubringen und zu unterstützen. Zusammen mit einem geeigneten Kommunikationskonzept kann IROM Garant für eine erfolgreiche Mobilisierung sein.
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Informationsdienst Holzmobilisierung
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Der Holzabsatzfonds startet die Internet-Plattform "Informationsdienst-Holzmobilisierung". Akteure in der Privatwaldbewirtschaftung können dort Orientierung und Unterstützung für eine erfolgreiche Holzmobilisierung finden.
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Regional-Initiativen "Forst und Holz"
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Die bayerische Cluster-Initiative "Forst und Holz" soll die Branche der Forst- und Holzwirtschaft stärken. Im Flächenland Bayern kann dies vor allem im ländliche Raum viele Arbeitsplätze sichern und so das im Rohstoff Holz liegende Potenzial noch besser ausgeschöpft werden.
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Effizientes Netzwerk Holz
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In der Schweiz wird eine neue Software entwickelt, die eine kostengünstige Vernetzung aller Akteure in der Rohholzkette unterstützt. Sie stellt das unternehmensübergreifende Zusammenspiel vom Rohholz-Lieferanten bis zum Abnehmer sicher.
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Holznutzung im Schweizer Privatwald steigern
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Während der letzten Jahrzehnte haben sich vor allem in privaten Wäldern grosse Holzvorräte angesammelt. Das Programm "holz 21" des Bundesamtes für Umwelt fördert in der Schweiz Bestrebungen, mit Privatwaldbesitzern ins Gespräch zu kommen und sie für eine zunehmende Holznutzung zu motivieren.
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Holzmobilisierung aus dem Kleinwald
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Zentrales Ziel des FHP-Projektes "Holzmobilisierung aus dem Kleinwald" ist es, spürbar mehr Holz zu ernten und somit die gesamte Holznutzungsrate (Verhältnis Holznutzung/Holzzuwachs) von derzeit zirka 60% kontinuierlich in Richtung 75% zu steigern. Das bedeutet, dass es unter anderem zu einer Nutzungssteigerung im heimischen Kleinwald kommen muss.
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Barrieren für den Kleinwald
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In den vergangenen Jahrzehnten haben sich viele empirische Feldstudien mit der Frage der Holzmobilisierung aus dem österreichischen Kleinwald befasst. Die Ergebnisse wurden jetzt in einer Metastudie zusammengefasst.
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Waldnavigation beim Holztransport
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Die Wettbewerbsfähigkeit der Branche Forst und Holz verbessern, das ist eines der Ziele der bayerischen Cluster-Initiative "Forst und Holz". Im Flächenland Bayern ist dies bereits jetzt durch die gemeinsamen Entwicklung eines Navigations- und Routingsystems bei der Rundholzlogistik gelungen.
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Weißtannen-Marketing
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Tannenholz als Premium-Marke? Neue Vermarktungsstrategien möchten die besonderen Eigenschaften der Tanne hervorheben und für einen bewussten Einsatz von Tannenholzprodukten werben.
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Privatwaldeigentümer in der Schweiz
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Rund ein Viertel des Schweizer Waldes gehört privaten Waldeigentümern. Aufgrund ihrer Anzahl (246'000), der Altersstruktur und dem beruflichen und demographischen Kontext sind sie schwierig zu erreichende Ansprechpartner.
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Die "Durchforstung-2000"
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Wie kann in kurzer Zeit mit vitalen Bäumen hochwertiges Holz produziert werden? Folgender Beitrag liefert eine einfache Hilfe für die Durchforstungsplanung, die neben der ungefähren Kenntnis von Durchmesser und Höhe der Z-Bäume keine weiteren Informationen benötigt und in jedem Durchforstungsbestand eingesetzt werden kann.
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Schleifholz contra Brennholz
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Die stark steigende Nachfrage nach Energieholz hat auch Schattenseiten. Denn längst wird die Nachfrage nicht nur aus bisher ungenutzten Sortimenten gedeckt. So entstand eine für den Cluster Forst und Holz folgenschwere Konkurrenz zwischen Energie- und Industrieholz.
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Nachfrage nach Schweizer Holz steigt
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Die Zahlen der Forststatistik 2006 bestätigen: Die Nachfrage nach Schweizer Holz steigt. Gesamthaft wurden 5,7 Mio. m3 geerntet. Das sind rund 8% mehr als 2005. Klarer Trend ist die Zunahme des für energetische Zwecke genutzten Holzes.
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Hohe Nachfrage nach Holz
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Die Nachfrage nach Holzprodukten ist hoch, entsprechend gut sind die Holzabsatzchancen. Doch am Kleinprivatwald geht der Aufschwung trotz großer, sägefähiger Holzmengen weitgehend vorbei, da ein Großteil davon nur als Brennholz ausgehalten wird.
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Energieholzmarkt Bayern
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Energie ist knapp und teuer. Als Reaktion darauf nimmt die Erschließung so genannter erneuerbarer Energien stark zu. Dies hat große Auswirkungen auf den Markt für Holz, Holzfeuerungsanlagen und Biomasseheiz(kraft)werken. Entsprechend wichtig ist die Analyse der aktuellen und der künftigen Situation.
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Mobilisierung von Nadelstarkholz
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Zwei Merkmale kennzeichnen die Nadelstarkholzernte im Kurzholzverfahren: motormanuelles Fällen und Aufarbeiten sowie Rücken der Abschnitte mit dem Tragschlepper. Dass die Holzerntekosten trotzdem kaum über dem Niveau der Langholzaushaltung liegen, zeigt dieser Beitrag.
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C. Urbaner Waldbesitz
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Urbaner Waldbesitz
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Der Lebensstil heutiger Kleinwaldbesitzer wird urbaner, oft sinken dann Kompetenz und Motivation, den Wald zu bewirtschaften. Die Folge sind steigende Risiken durch Pflegerückstände und fallende Renditen. Spezielle Dienstleistungsangebote können da ganz neue Perspektiven eröffnen.
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Kommentare
| 12.08.2008 |
Verfasser RedaktionFVA |
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Funktioniert das? (Verfasst von Fowi am 11.08.2008) |
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Die Nachricht wurde aus Versehen gelöscht, wir bitten vielmals um Entschuldigung! Die Redaktion
Originalnachricht vom Benutzer Fowi:
"Holzmobilisierung ist in letzter Zeit in aller Munde, doch kann dies nur funktionieren wenn sich Forst- und Holzwirtschaft sich fair verhalten. Die heurigen Sturmereignisse Paula und Emma haben in Österreich gezeigt, wie unfair sich die Sägeindustrie gegenüber den Waldbesitzern verhält. Bereits eine Woche nach diesem Ereignis (Paula) rasselten die Rundholzpreise von über 80 auf rund 60 Euro. Wohlwissend des stagnierenden Marktes für Schnittholz wurden im Herbst noch große Mengen Rundholz zu hohen Preisen eigenkauft und belasteten die ohnehin angespannten Schnittholzmärkte. Zurück zur Holzmobilisierung: Wenn man in einer ohnehin Notsituation über den Tisch gezogen wird, kann man von den Waldbesitzern nicht erwarten, dass zusätzliche Mengen an Rundholz in "Friedenszeiten" auf den Markt gelangen." |
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Kommentar beantworten |
| 12.08.2008 |
Verfasser RedaktionFVA |
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Zum Kommentar von Fowi "Funktioniert das?" |
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Dem Schreiber ist zuzustimmen, wenn er faire Beziehungen zwischen Sägern und Waldbesitzern fordert, denn Säger und Waldbesitzer sind aufeinander angewiesen. Gleichwohl: Die Zeit der lokalen Säger, die man persönlich kannte und von denen man in "Friedenszeiten" nicht ganz den Preis verlangte, die andere gezahlt hätten, die aber im Gegenzug auch in "Notsituationen" große Holzmengen zu Preisen abnahmen, die man noch als einigermaßen fair empfand, ist in vielen Regionen vorbei.
Der Holzmarkt reagiert sensibel auf kleinste Änderungen der Nachfrage oder des Angebotes. Dabei dürften die spekulativen Effekte oft größer sein als die tatsächlichen Mengenänderungen. Hier wäre es angebracht, z. B. über die Verbände mehr miteinander zu reden, um Vertrauen aufzubauen und eine zumindest mittelfristige Verhaltensweise, auch für "Notzeiten", zu vereinbaren.
Übrigens: Ob bei diesem Thema langfristige Holzkaufverträge oder neue Formen der Privatwaldberatung helfen können, wird gerade in mehreren Projekten der FVA untersucht.
Mit besten Grüßen aus Freiburg
die Redaktion
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Kommentar beantworten |
| 12.08.2008 |
Verfasser muck |
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Probleme mit Holzmobilisierung |
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Hallo,
ich habe auch so meine Probleme mit der Holzmobilisierung, aber eher wegen der Sondersituation in Bayern nach der Forstreform. Wobei, ich kann mir vorstellen, dass es derzeit in Baden-Württemberg und Österreich auch nicht viel anders ist.
Es mehren sich jedenfalls die Anzeichen, dass die Bayerische Staatsforsten die Holzmobilisierung ein wenig zu einseitig vorantreibt. Zumindest kommen hier in den Medien immer öfter Beiträge unzufriedener Bürger sowie Kritiken der verschiedenen Naturschutzorganisationen.
Bürger wie Naturschutz regen sich dabei vor allem über eine seit einigen Monaten besonders intensive Holznutzung auf, die ganz entgegen den hier wie anderswo geäußerten Grundsätzen einer pfleglichen Bewirtschaftung zu verlaufen scheinen. Da ist die Rede von rücksichtsloser und großflächiger Entnahme auch alter schutzwürdiger Bestände, von tiefen Fahrspuren im Wald und der Vermutung, dass die Bayerischen Staatsforsten die monetären Gewinne gegenüber den sonstigen Funktionen des Waldes einseitig überbewertet.
Ich finde, man sollte es schon ernst nehmen, wenn „normale“ Bürger, die von der Forstreform mangels Betroffenheit fast nichts mitbekommen haben und daher auch unbefangen sind, plötzlich und einhellig in so großer Zahl von massiven und grenzwertigen Bewirtschaftungsmaßnahmen berichten, die vorher offensichtlich nicht stattgefunden haben. Wo Rauch ist, da ist auch Feuer!
Die Verantwortlichen sollten auch berücksichtigen, welch fatale Vorbildwirkung das auf private Waldbesitzer hat!
Ich selbst habe zwar noch keine solchen extremen Eingriffe gesehen, habe aber durchaus auch festgestellt, dass seit einiger Zeit in den umliegenden Wäldern sehr intensiv und großflächig ausgeholzt wird und die Bestandesschäden durchaus da und dort recht grenzwertig sind. Also irgendwie wird da schon einiges der neuen Gewinnorientierung geopfert, das steht fest. Und ich bezweifle, ob das langfristig (nachhaltig!) wirklich so toll ist.
Es ist aber vermutlich sinnlos, an dieser Stelle eine offizielle Stellungnahme zu erwarten. Sie wird zwangsläufig sehr steif, schönfärberisch und nichtssagend sein, wie eigentlich alle offiziellen Verlautbarungen von ganz oben.
MfG,
muck |
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