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Autor(en): Redaktion waldwissen.net - FVA
Originalartikel: Redaktion waldwissen.net - FVA (2008): Dossier Holzmobilisierung. http://www.waldwissen.net, 05.08.2008.
Online-Version: Stand: 05.08.2008
Redaktion: FVA, D
Verfügbare Sprachen: Druckansicht  deutsch

Holzmobilisierung

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Holzmobilisierung als ökonomischer und ökologischer Motor. (Fotos: FVA)

Fundierte Waldinventuren haben in Deutschland, Österreich und in der Schweiz ergeben, dass wesentlich weniger Holz eingeschlagen wurde als jährlich nachgewachsen ist. Der Holzeinschlag im Wirtschaftswald könnte also deutlich gesteigert werden – ohne den Nachhaltigkeitsgedanken in der Forstwirtschaft in Frage zu stellen. Aus diesem Grund hat sich die forstliche Forschung in der letzten Zeit immer häufiger mit der Holzmobilisierung befasst.

Vorteile von zusätzlich geerntetem Holz

Holzmobilisierung vor allem im Kleinprivatwald

Im Kleinprivatwald Baden-Württembergs wurden beispielsweise seit 1987 nur ca. 2/3 des Zuwachses eingeschlagen: Zum einen wird oftmals das Zuwachspotenzial des eigenen Waldbesitzes unterschätzt, zum anderen fehlen oft die Zeit und die Arbeitskräfte, um den Wald ausreichend zu bewirtschaften. Kleinparzellierung, ungünstige Lagen, Erschließungsprobleme und Vermarktungsschwierigkeiten kommen dazu.

Deshalb ist es der Forstwirtschaft, nicht zuletzt aus Gründen der Vermeidung sehr hoher Sturmschäden in zu vorratsreichen Beständen, ein großes Anliegen, die Holzmobilisierung vor allem im Kleinprivatwald voranzubringen und zu unterstützen. Dieses Dossier soll hierzu einen Beitrag leisten.

Gliederung des Dossiers mit Links zu den Themenbereichen

  1. Waldinventuren – Aussagen über Zuwachs und Nutzung
  2. Unterstützung für eine erfolgreiche Holzmobilisierung
  3. Urbaner Waldbesitz

A. Waldinventuren – Aussagen über Zuwachs und Nutzung

Ergebnisse der BWI II auf Landkreisebene
Ergebnisse der BWI II auf Landkreisebene  

Für Baden-Württemberg sind seit kurzem die Auswertungen der zweiten Bundeswaldinventur bis auf die Ebene der einzelnen Landkreise herab abrufbar.

 
Zweite Bundeswaldinventur 2002
Zweite Bundeswaldinventur 2002  

Ausgerüstet mit modernsten Messgeräten waren speziell geschulte Mitarbeiter 2 Jahre lang für die Bundeswaldinventur unterwegs. Sie zählten und vermaßen 99.000 Einzelbäume an 7651 Stichprobenflächen.

Ergebnisse der Bundeswaldinventur
Ergebnisse der Bundeswaldinventur  

Die zweite Bundeswaldinventur macht 15 Jahre nach der ersten nationalen Inventur neben der reinen Darstellung des aktuellen Waldzustandes erstmals auch Aussagen über die Waldentwicklungsdynamik (Zuwachs, Nutzung) möglich.

 
Weiterentwicklung von Waldinventuren
Weiterentwicklung von Waldinventuren  

Informationen zum Zustand und Entwicklung des Waldes sind gefragt. Dabei steigt die Zahl der gewünschten Informationen ständig an. Um den Anforderungen gerecht zu werden, müssen die Inventurkonzepte weiterentwickelt und angepasst werden.

Privatwald nach 1945
Privatwald nach 1945  

Bis zur ersten Bundeswaldinventur 1987 waren die Kenntnisse über die waldbauliche Situation im Privatwald sehr lückenhaft. Gleichzeitig nahm die Forderung der Holz- und Forstwirtschaft sowie der politischen Entscheidungsträger nach verlässlichen Daten über den Privatwald zu.

 
Holzvorrat übersteigt Milliardengrenze
Holzvorrat übersteigt Milliardengrenze  

Erstmals hat der Holzvorrat des Ertragswaldes in Österreich die Milliardengrenze überschritten. Die Ursache ist im deutlich gestiegenen Zuwachs zu finden, der verstärkt mit einer rückläufigen Nutzung eine Vorratszunahme von 30 Vfm/ha verursacht.

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B. Unterstützung für eine erfolgreiche Holzmobilisierung

Aus der Tradition in die Moderne
Aus der Tradition in die Moderne  

Forst- und Holzwirtschaft wandeln sich drastisch. Die konzentrierte Macht der Holz- und Papierindustrie sorgt für Druck auf die Holzpreise und höhere Ansprüche an die Qualität des Holzes. Kleinere Waldbesitzer können dies nur über Kosteneinsparungen und vor allem über Zusammenschlüsse kompensieren.

 
Waldbesitzer auf dem Weg in die Zukunft
Waldbesitzer auf dem Weg in die Zukunft  

Privatwaldbesitzer haben eine sehr heterogene Betriebsausstattung und Zielrichtung. Auch die zunehmende "Urbanisierung" verschlechtert ihre Marktposition in einer globalisierten Welt. Zusammenschlüsse können diese Nachteile wettmachen und sogar weitere Vorteile erschließen.

IROM - Software für Rohstoff-Mobilisierung
IROM - Software für Rohstoff-Mobilisierung  

Die Software IROM wurde entwickelt, um bundesweit die Rohholzmobilisierung im Kleinprivatwald voranzubringen und zu unterstützen. Zusammen mit einem geeigneten Kommunikationskonzept kann IROM Garant für eine erfolgreiche Mobilisierung sein.

 
Informationsdienst Holzmobilisierung
Informationsdienst Holzmobilisierung  

Der Holzabsatzfonds startet die Internet-Plattform "Informationsdienst-Holzmobilisierung". Akteure in der Privatwaldbewirtschaftung können dort Orientierung und Unterstützung für eine erfolgreiche Holzmobilisierung finden.

Regional-Initiativen "Forst und Holz"
Regional-Initiativen "Forst und Holz"  

Die bayerische Cluster-Initiative "Forst und Holz" soll die Branche der Forst- und Holzwirtschaft stärken. Im Flächenland Bayern kann dies vor allem im ländliche Raum viele Arbeitsplätze sichern und so das im Rohstoff Holz liegende Potenzial noch besser ausgeschöpft werden.

 
Effizientes Netzwerk Holz
Effizientes Netzwerk Holz  

In der Schweiz wird eine neue Software entwickelt, die eine kostengünstige Vernetzung aller Akteure in der Rohholzkette unterstützt. Sie stellt das unternehmensübergreifende Zusammenspiel vom Rohholz-Lieferanten bis zum Abnehmer sicher.

Holznutzung im Schweizer Privatwald steigern
Holznutzung im Schweizer Privatwald steigern  

Während der letzten Jahrzehnte haben sich vor allem in privaten Wäldern grosse Holzvorräte angesammelt. Das Programm "holz 21" des Bundesamtes für Umwelt fördert in der Schweiz Bestrebungen, mit Privatwaldbesitzern ins Gespräch zu kommen und sie für eine zunehmende Holznutzung zu motivieren.

 
Holzmobilisierung aus dem Kleinwald
Holzmobilisierung aus dem Kleinwald  

Zentrales Ziel des FHP-Projektes "Holzmobilisierung aus dem Kleinwald" ist es, spürbar mehr Holz zu ernten und somit die gesamte Holznutzungsrate (Verhältnis Holznutzung/Holzzuwachs) von derzeit zirka 60% kontinuierlich in Richtung 75% zu steigern. Das bedeutet, dass es unter anderem zu einer Nutzungssteigerung im heimischen Kleinwald kommen muss.

Barrieren für den Kleinwald
Barrieren für den Kleinwald  

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich viele empirische Feldstudien mit der Frage der Holzmobilisierung aus dem österreichischen Kleinwald befasst. Die Ergebnisse wurden jetzt in einer Metastudie zusammengefasst.

 
Waldnavigation beim Holztransport
Waldnavigation beim Holztransport  

Die Wettbewerbsfähigkeit der Branche Forst und Holz verbessern, das ist eines der Ziele der bayerischen Cluster-Initiative "Forst und Holz". Im Flächenland Bayern ist dies bereits jetzt durch die gemeinsamen Entwicklung eines Navigations- und Routingsystems bei der Rundholzlogistik gelungen.

Weißtannen-Marketing
Weißtannen-Marketing  

Tannenholz als Premium-Marke? Neue Vermarktungsstrategien möchten die besonderen Eigenschaften der Tanne hervorheben und für einen bewussten Einsatz von Tannenholzprodukten werben.

 
Privatwaldeigentümer in der Schweiz
Privatwaldeigentümer in der Schweiz  

Rund ein Viertel des Schweizer Waldes gehört privaten Waldeigentümern. Aufgrund ihrer Anzahl (246'000), der Altersstruktur und dem beruflichen und demographischen Kontext sind sie schwierig zu erreichende Ansprechpartner.

Die "Durchforstung-2000"
Die "Durchforstung-2000"  

Wie kann in kurzer Zeit mit vitalen Bäumen hochwertiges Holz produziert werden? Folgender Beitrag liefert eine einfache Hilfe für die Durchforstungsplanung, die neben der ungefähren Kenntnis von Durchmesser und Höhe der Z-Bäume keine weiteren Informationen benötigt und in jedem Durchforstungsbestand eingesetzt werden kann.

 
Schleifholz contra Brennholz
Schleifholz contra Brennholz  

Die stark steigende Nachfrage nach Energieholz hat auch Schattenseiten. Denn längst wird die Nachfrage nicht nur aus bisher ungenutzten Sortimenten gedeckt. So entstand eine für den Cluster Forst und Holz folgenschwere Konkurrenz zwischen Energie- und Industrieholz.

Nachfrage nach Schweizer Holz steigt
Nachfrage nach Schweizer Holz steigt  

Die Zahlen der Forststatistik 2006 bestätigen: Die Nachfrage nach Schweizer Holz steigt. Gesamthaft wurden 5,7 Mio. m3 geerntet. Das sind rund 8% mehr als 2005. Klarer Trend ist die Zunahme des für energetische Zwecke genutzten Holzes.

 
Hohe Nachfrage nach Holz
Hohe Nachfrage nach Holz  

Die Nachfrage nach Holzprodukten ist hoch, entsprechend gut sind die Holzabsatzchancen. Doch am Kleinprivatwald geht der Aufschwung trotz großer, sägefähiger Holzmengen weitgehend vorbei, da ein Großteil davon nur als Brennholz ausgehalten wird.

Energieholzmarkt Bayern
Energieholzmarkt Bayern  

Energie ist knapp und teuer. Als Reaktion darauf nimmt die Erschließung so genannter erneuerbarer Energien stark zu. Dies hat große Auswirkungen auf den Markt für Holz, Holzfeuerungsanlagen und Biomasseheiz(kraft)werken. Entsprechend wichtig ist die Analyse der aktuellen und der künftigen Situation.

 
Mobilisierung von Nadelstarkholz
Mobilisierung von Nadelstarkholz  

Zwei Merkmale kennzeichnen die Nadelstarkholzernte im Kurzholzverfahren: motormanuelles Fällen und Aufarbeiten sowie Rücken der Abschnitte mit dem Tragschlepper. Dass die Holzerntekosten trotzdem kaum über dem Niveau der Langholzaushaltung liegen, zeigt dieser Beitrag.

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C. Urbaner Waldbesitz

Urbaner Waldbesitz
Urbaner Waldbesitz  

Der Lebensstil heutiger Kleinwaldbesitzer wird urbaner, oft sinken dann Kompetenz und Motivation, den Wald zu bewirtschaften. Die Folge sind steigende Risiken durch Pflegerückstände und fallende Renditen. Spezielle Dienstleistungsangebote können da ganz neue Perspektiven eröffnen.

 
 
     

(erweitert)