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Autor(en):
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Redaktion waldwissen.net
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Originalartikel: |
Redaktion waldwissen.net - FVA (2008): Dossier Großsäuger. http://www.waldwissen.net, 10.10.2008.
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Online-Version: |
verändert,
Stand: 10.10.2008
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Redaktion:
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FVA, D
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Verfügbare Sprachen:
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Druckansicht
deutsch
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Die Rückkehr der Großsäuger
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Eurasischer Wolf (Canis lupus lupus) (Foto: E. Kraus)
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Bär, Luchs, Wolf und Elch – lange Zeit waren diese Tiere erbitterte
Konkurrenten des Menschen im Kampf um seine Existenz. Kein Wunder also, dass
diese Tiere aus der Kulturlandschaft verdrängt wurden.
Dieser Umstand ist sicherlich auch ein Grund für die Polarisierung,
die diese Tiere bei verschiedenen Interessengruppen noch heute hervorruft.
Viele Jäger sehen in den Großraubtieren "gefährliches Raubzeug", für
Naturschützer sind Großsäuger "unverzichtbare Mitglieder im
Ökosystem" und für einige Förster sind die großen Pflanzenfresser "Waldvernichtungsmaschinen", während sie die Großräuber als "willkommene
Hilfsjäger" willkommen heißen.
Heimkehrer
Die Konkurrenz zwischen Menschen und Großsäugern hat mittlerweile in
einigen Regionen nachgelassen und vielerorts verändern sich Kulturlandschaften
zurück zu naturnahen Ökosystemen. Unter anderem deswegen, weil großflächig
Schutzgebiete ausgewiesen werden, die Waldflächen stetig zunehmen und die
Menschen in verschiedenen Regionen landwirtschaftliche Flächen stilllegen. Im
Gegensatz zu früheren Zeiten hat sich zudem das Verhältnis der Bevölkerung zu
den Großsäugern etwas verbessert, was sicherlich auf die Umweltbildung und auf
die erhöhte Bedeutung des Naturschutzgedankens zurückzuführen ist.
Großsäuger finden so wieder Lebensraum und Nahrung und wandern
zurück in ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet, teilweise unter aktiver
Mithilfe von Interessengruppen, aber auch aufgrund des Drucks zunehmender
Großsäuger-Populationen aus Ost-, Südost- und Südeuropa auf den Alpenraum und
Mitteleuropa.
Sachliche Diskussion
Die Reaktionen der Menschen sind dabei bekanntermaßen sehr
unterschiedlich, abhängig von der persönlichen Betroffenheit und dem Verhältnis
zur Natur.
Das Dossier soll deshalb die aktuelle Situation von Großsäugern im
europäischen Kulturraum aufzeigen und zu einer sachlichen und
wissenschaftlichen Diskussion anregen. Der Wiedereinbürgerungsversuch des
Luchses in Baden-Württemberg durch die AG Luchs, ein Elchplan in Ostbayern, das
Wolf-Konzept in der Schweiz oder das österreichische Bärenprojekt – dies sind
nur einige Beispiele der hier verfügbaren Beiträge.
Links zu den Themenbereichen
A) Großsäuger allgemein
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Die Rückkehr der Wildtiere
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Der Bär "Bruno" beherrscht im Frühsommer 2006 die Titelseiten in Bayern. Häufig fallen Worte wie "Problembär" oder "Gefahr für die Menschheit". Solche Extrembeispiele lassen vergessen, dass die Rückkehr großer Wildtiere in unsere Kulturlandschaft meist weniger spektakulär verläuft.
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Von Hirschen und Menschen....
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Die Jagd spielte seit Anbeginn der Menschheit eine große Rolle und hatte oft einen großen Einfluß auf Gesellschaft und Kultur. Selbst heute ist die Jagd aus Teilen unserer Gesellschaft nicht wegzudenken.
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Raubtiere in der Mythologie
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Die mythologische Bedeutung von Fuchs, Luchs und Wolf ist erstaunlich facettenreich. Neben bekannten negativen Eigenschaften werden diesen Tieren auch sehr positive Attribute zugeschrieben.
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Lernwerkstatt Grossraubtiere
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Die interaktive Lernwerkstatt soll Schülern der Mittelstufe Informationen über die Raubtiere vermitteln. An verschiedenen Arbeitsstationen erfahren die Kinder allerlei Wissenswertes über die Lebensweise von Bär, Luchs und Wolf.
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B) Der Eurasische Wolf (Canis lupus lupus)
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Einstellung der Schweizer zum Wolf
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In letzter Zeit häufen sich die Hinweise, dass der Wolf allmählich wieder in den schweizerischen Alpenraum einwandert. Wissenschafter der Forschungsanstalt WSL haben die Einstellung der Schweizer Bevölkerung zu Meister Isegrim untersucht.
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Wolf-Konzept weiterentwickelt
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Seit 2004 gibt es das "Konzept Wolf Schweiz". Weil vermehrt auch Wölfinnen in die Schweiz einwandern, sind Familienbildung und Fortpflanzung nur eine Frage der Zeit. Aufgrund dieser neuen Tatsache hat der Bund sein Wolf-Konzept überarbeitet.
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Der Wolf in den Abruzzen
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Mensch und Wolf leben im Nationalpark der Abruzzen (Italien) mehr oder weniger unproblematisch zusammen. Welche Schlüsse lassen sich daraus für die Schweiz und Mitteleuropa ziehen, wo der Wolf allmählich wieder einwandert?
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Der Wolf im Jahr 2003
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In Deutschland gibt es wieder Wölfe, die immer öfter aus Osteuropa einwandern. Für manchen Förster wären sie wahrscheinlich willkommene Hilfsjäger, für viele Menschen sind sie dagegen immer noch unwillkommen und nichts als "gefährliches Raubzeug".
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C) Der Braunbär (Ursus arctos)
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Konzept zum Umgang mit Bären
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Im Sommer 2005 tauchte nach über 100 Jahren der erste Bär wieder in der Schweiz auf. Ein Jahr später sorgte Bär "Bruno" in Tirol und Bayern wochenlang für Schlagzeilen - und endete tragisch. Wie ist ein Zusammenleben mit Bären möglich?
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Bären in Bayern
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Schad-, Risiko- und Problembär – diese Bezeichnungen erhielt Bruno 2006, nachdem sich die überschwängliche Freude über den ersten Braunbären in Bayern seit 170 Jahren ins Gegenteil verkehrt hatte. Heute steht Bruno im Museum und die überlebenden Akteure müssen vielleicht schon bald beweisen, was sie aus dem Drama gelernt haben.
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Bären in der Schweiz
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Im Sommer 2005 tauchte Meister Petz nach 100 Jahren wieder in der Schweiz auf. Sind Bären eine gute Touristenattraktion oder können sie für Menschen gefährlich werden?
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Braunbär in Österreich
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Der Bär war los und dann das Chaos. Denn der Bär "Bruno" geriet auf Abwege und hat seiner Art damit einen Bärendienst erwiesen. Der unsichere Umgang des Menschen damit hat die Situation endgültig eskalieren lassen. Doch der nächste Bär kommt bestimmt.
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Problembär oder Problemlebensraum?
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Problembär oder doch eher Problemlebensraum? Der unrühmliche öffentliche Streit um den Tod des Braunbären "Bruno" 2006 hat eindrucksvoll bewiesen, dass viele Menschen entweder nur das Untier oder nur den Teddybären, aber nicht die Realität dazwischen sehen wollen.
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D) Der Eurasische Luchs (Lynx lynx)
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Luchse: zurück in der Ostschweiz
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Vereinzelte Luchse tauchten schon vor Jahrzehnten sporadisch im Toggenburg (Kanton St. Gallen) auf. Woher sie kamen, ist nicht bekannt. Das Umsiedlungsprojekt LUNO verbessert die Chancen für den Luchs, sich in der Nordostschweiz wieder anzusiedeln.
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Luchse im Bergwald
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Der Rückkehr des Luchses wird durchweg positiv gesehen, nur die Jägerschaft ist skeptisch. Dabei ist das Wissen über die Folgen einer Wiederansiedlung des Luchses generell lückenhaft und sorgt so für Konfliktpotenzial. Ein umfangreiches Projekt hilft nun, diese Lücken zu schließen.
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Luchsvernichtung im Spessart
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Seit dem 16. Jahrhundert führte die Jägerei im Spessart einen Vernichtungsfeldzug gegen den Luchs, zu verlockend waren die Fanglöhne und Kopfprämien. Die Wirren des Dreißigjährigen Krieges boten dem Luchs noch eine Gnadenfrist, ehe die Population konsequent bis etwa 1700 innerhalb von drei Jahrzehnten ausgelöscht wurde
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Akzeptanz des Luchses
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In den Nordwestalpen hat sich eine Kontroverse um den Luchs entwickelt. Dieser ist insbesondere vielen Schafhaltern und Jägern ein Dorn im Auge. Die Akzeptanz des Luchses hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann nicht beliebig gefördert werden.
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Arbeitsgruppe Luchs in Baden-Württemberg
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Verschiedene Interessengruppen haben unterschiedliche Meinungen zur Rückkehr des Luchses nach Baden-Württemberg. Die im Jahre 2004 gegründete AG-Luchs ist die Plattform zur Diskussion dieser Interessenunterschiede. Die AG koordiniert die unterschiedlichen Aktivitäten und präsentiert Informationen zum Luchs auf einer eigenen Web-Seite.
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E) Weitere Säuger
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Die Wildkatze im Schweizer Jura
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Man sieht sie nie, sie lässt sich nicht eindeutig bestimmen und sie hinterlässt keine identifizierbaren Spuren. Dennoch ist es möglich, Populationen der Wildkatze zu überwachen.
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Vorbereitung auf den Elch
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Noch ist der Elch selten, doch die Beobachtungen häufen sich und machen einen Elchplan erforderlich. Denn der Elch ist robust, mobil, anpassungsfähig und vermehrungsfreudig. Seine Größe bedingt ein hohes Potenzial für Verbissschäden und schwere Unfälle auf unserem dichten Straßennetz.
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Am Kaiserstuhl vermehrt sich die Wildkatze wieder
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Die Wildkatze galt in Baden-Württemberg lange als verschollen. Die Untersuchung zweier überfahrener Katzen am Kaiserstuhl erbrachte 2007 den ersten sicheren Nachweis der Wildkatze im Land. Im Juni 2009 wurde nun auch die Reproduktion nachgewiesen.
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Kleine Tiger in bayerischen Wäldern
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Nachdem sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschwunden waren, schleichen in Bayerns Wälder wieder kleine Tiger umher. Sie sind sehr scheu und zeigen sich dem Menschen fast nie. Doch mit Hilfe von Duftmitteln kann man ihnen auf die Schliche kommen.
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Der Biber nagt sich durch
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Die Wiederansiedlung des Bibers in der Schweiz ist eine Erfolgsgeschichte. Lange war der Nager ein Sorgenkind des Artenschutzes, jetzt wird er allmählich zu einem gewöhnlichen Mitglied der hiesigen Fauna.
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Im Konflikt mit dem Fischotter
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Der Fischotter kehrt nach Bayern zurück. In weiten Teilen der Bevölkerung genießt er viel Sympathie, doch Fischer, Angler und Teichbesitzer sehen ihn sehr kritisch. Zur Entschärfung des Konfliktes sollen in einem ersten Schritt Wissenslücken auf beiden Seiten geschlossen werden.
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Der Wisent in Nordrhein-Westfalen
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Der Wisent gilt als größtes Landtier Europas. Anfang des 20. Jahrhunderts beinahe ausgerottet leben aktuell weltweit wieder rund 3.400 Tiere. Im ostwestfälischen Hardehausen liegt eine der bedeutendsten Zuchtstätten des Wisents in Deutschland.
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Bisam und Nutria und Biber
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Nutria und Bisam teilen sich zwar den selben Lebensraum wie der Biber, scheinen jedoch weder untereinander noch mit dem Biber ernsthaft in Konkurrenz zu treten.
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